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maligen Herrschaft Alt-Landsberg vergeben. Den zur Stipendiatenkasse
gehörigen Predigern gebührt die Kollation. Vgl. Waisenhaus zu Alt-
Landsberg.
Schwestern-Stiftung zu Droyssig.
Sie ist bestimmt, den dort gebildeten Erzieherinnen (s. Lehrerinnen-
Seminar) in Zeilen der Krankheit und Noth beizUstehen und ihnen die
Gewißheit zu geben, daß diejenigen, welche allein stehen, in Droyssig
stets einen Ort haben, wohin sie sich um Hülfe wenden können.
Schwesterschaft vom armen Kinde Jesu zu Aachen.
Sie befaßt sich mit der Erziehung kleiner armer Kinder und erhielt von
dem Pfarrer Johann Joseph THelen (+ 1857) ein Legat von 3000
Thlr. Vgl. Erziehuugs- und Pflcgehaus re. zu Aachen.
Fr. Wilh. SebeS,
Rentner zu Bonn (ş 1863), vermachte der evang. Kirchengemeinde in
Geldern zur Erhöhung des Pfarr-Gehaltes und Gründung einer
Pfarr-Wittwcn- und Waisenkasse 4000 Thlr.
" Seelhans-Fundatien zu Brieg.
In derselben finden 20 cvang. dürftige Wittwen Wohnung. Jede
erhalt jährlich 20 Thlr. Unterstützung zum Lebens-Unterhalt, ungerechnet
einiger andern Einnahmen, welche ihnen auf Grund spezieller testa
mentarischer Bestimmungen zufließen. Die Anstalt hat ein Kapital-
Vermögen von 14,000 Thlr.
Seeligersche Erziehungs-Anstalt zu Braunsberg.
Mit Hülfe eines 1795 legirten Kapitals von 20,000 Thlr. errichtet
und unter Oberaufsicht der Regierung in Königsberg von einem aus
4 Personen bestehendeü Kuratorium verwaltet. Es werden darin arme
Waisenknaben kath. und evang. Konfession verpflegt und beaufsichtigt,
bis sie die Schule durchgemacht haben und sich einem Lebensberufc
widmen können. Die Anstalt hat zur Zeit 8 Freizöglinge und 5 Pen
sionäre. Kapital-Vermögen 31,300 Thlr.
Grast» v. Seherr-Thost,
geschiedene Regierungs-Direktor Gebel (f 1835 zu Breslau), ver
machte dell Ortsarmeu zu Peterwitz (Jauer) ein Kapital von 2000
Thalern.
Sei de l,
Prorektor emer. des Berliner Gymnasiums zum grauen Kloster, schenkte
demselben im Jahre 1829 1250 Thlr. in Staatsschuldscheinen unter
der Bestimmung, daß die Zinsen mit 50 Thlr. jährlich einem fleißigen
und dürftigen Abiturienten als ein Stipendium auf 3 UnivcrsitätS-
Jahre verliehen werden sollen. Die Verwaltung steht dem Direktorium
der Streitschen Stiftung (s. d.) zu.
Seidelsche Stiftung zu Thiergarten.
Der 1843 zu Friedrichsthal t Bäckermeister Seidel hatte die Ge-