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ìas Erscheinen des vorliegenden Werkes wird einer besonderen Rechtfertigung
nicht bedürfen. Es schließt sich an die früheren Schriften
des Herausgebers, ist in diesen vorgesehen und bildet zum Theil eine
Ergänzung derselben. '
Das Buch ist den auf Kultur- und Wohlthätigkeits-Zwecke gerichteten
Bestrebungen gewidmet und soll einen Umriß liefern, was in
Preußen in dieser Hinsicht — sei es durch das Königliche Haus und
die Verwaltung, sei es durch Gesellschaften und Vereine oder durch
einzelne Familien und Privat - Personen — geschehen ist und geschieht.
Selbstredend macht es keinen Anspruch darauf, in seinem ersten Entstehen
vollständig zu sein: die zur Erreichung dieses Ziels erforderlichen
Mittel sind zur Zeit nicht vorhanden und der Zukunft muß cs
vorbehalten bleiben, was in dieser Beziehung geschehen kann. Zu bemerken
ist daher nur, daß Gesellschaften und Vereine, welche ausschließlich
den Erwerb und Gewinn oder das gesellige Vergnügen zum
GeZenstande haben, als hieher gehörig nicht zu betrachten gewesen sind;
daß Gesellschaften und Vereine, welche mehr oder weniger mit dem
politischen Partei-Wesen zusammenhängen, eben so wenig Aufnahme
fanden und daß die zu einer sicheren Existenz noch nicht gelangten Konsum-
und ähnlichen Vereine der Neuzeit für jetzt weggeblieben sind.
Anstalten, welche die Uebung der gesetzlichen Armenpflege bezwecken,
haben nur unter besonderen Umständen Aufnahme finden können.
Das Buch in seiner gegenwärtigen Gestalt ist Anfang und Grundlage
zu einem ächt vaterländischen Werke; in einer Zeit, wo man
vielfach es sich zum Geschäft macht, Uebelstände und Schäden aufzufinden
und aufzudecken, mag es löblich erscheinen, sich auch des Guten
bewußt zu werden, und dies kann nur geschehen, wenn man das ver-