Full text : Preußisches Landbuch

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legirte  1780  ein  Kapital  von  6000  fl.,  dessen  Zinsen  nach  Abzug  von
30  fl.  für  die  Administration,  unter  zwei  Studirendk,  aus  Preußen
gebürtig,  auf  3  Jahre  vertheilt  werden  sollen.  Die  Studirenden  aus
der  Straubeschen  Familie,  und  unter  diesen  die  Descendenten  des
Negozianten  Zacharias  Straube,  sollen  bevorzugt  sein.  In  Ermangelung ­
  von  Familiengliedern  kommen  Studirende  der  Theologie  zum
Genuß.  Das  Kapital  betrug  im  Jahre  1838  (Koch  II.  559)  3200
Thlr.,  dessen  Zinsen  an  zwei  Stipendiaten  zusammen  mit  1111  Thlr.
gegeben  wurden.
Anna  Magd.  Strande,
geb.  Büchner,  Wittwe  eines  Kaufmanns,  hinterließ  (1863)  der  Kaufmannskirche ­
  zu  Erfurt  1000  Thlr.  Die  Hälfte  der  Zinsen  ist  zur
Vertheilung  an  fünf  HauS-Arme  bestimmt.
Joseph  Strauch,
Pfarrer  und  Erzpriester  zu  Münsterberg  (t  1831)  vermachte  *  seines
Nachlasses  zur  Errichtung  einer  Ortsarmen-Kranken-Anstalt,  indem  er
dabei  bestimmte,  daß  bei  der  Aufnahme  von  Kranken  zwar  auf  keinen
Konfessions-Unterschied  gesehen,  aber  doch  auf  das  Zahlen-Verhältniß
beider  Konfessionen  billige  Rücksicht  genommen  werden  solle.  Das
1848  zur  Hebung  gekommene  Fundations-Kapital  betrug  5400  Thlr.,
die  Stiftung  selbst  aber  ist  mit  dem  seit  1856  begründeten  Kreis-Krankenhause
  vereinigt,  welches  beständig  4  Krankenbetten  für  Rechnung ­
  der  Strauchschen  Stiftung  zu  unterhalten  hat.
Strauß  sch«  Stiftung,
bei  der  Universität  Halle-Wittenberg.  Gottfr.  Strauß  widmete  520
Mfl.  (455  Thlr.)  zu  einem  Stipendium  für  zwei  bedürftige  Studirende
  auf  1  Jahr.  Das  Kollationsrecht  steht  den  Professoren  der
Wittenberger  Stiftung  bei  der  Universität  zu.
Julius  S  tre  hl  a,
Justizrath  a.  D.  zu  Hirschberg  (t  1864)  legirte  a)  der  evang.  Schule
in  Alt-Kemnitz  200  Thlr.,  deren  Zinsen  zu  Fußbekleidungen  für  dürftige ­
  aber  sittliche  und  fleißige  Kinder  verwendet  werden  sollen,  b)  der
evang.  Schule  in  Hindorf  100  Thlr.  zu  gleichem  Zwecke,  c)  der  ev.
Stadtschule  zu  Friedeberg  a.  A.  1000  Thlr.,  deren  Zinsen  entweder
mit  zum  Gehalte  eines  mehr  anzustellenden  Lehrers,  oder  so  lange
dessen  Erforderniß  sich  nicht  ergiebt,  dem  Beschlusse  des  Magistrats
und  der  Stadtverordneten  gemäß,  für  sonstige  dringende  Bcdürfmssc
der  Schnle  verwendet  werden  sollen,  d)  2000  Thlr.  zur  Unterstützung
der  dürftigsten  evang.  Schullehrcr-Wittwen  der  Kreise  Hirschbrrg  und
Löwenberg,  e)  der  Stadt-Kommune  in  Hirschberg  für  die  ev.  Schule
1000  Thlr.  ohne  Bestimmung,  f)  der  Schnle  in  Reibnitz  200  Thlr.,
deren  Zinsen  zu  Fußbekleidungen  für  arme  Schulkinder  verwendet  werden
sollen,  g)  der  Gnaden-Kirche  in  Hirschbrrg  300  Thlr.  zur  Unterhaltung
der  Begräbnißstelle  des  Legators,  i-ih)  der  S  ch  olzschen  Stiftung  in
Greisfenberg  100  Thlr.,  i)  dem  Schlesischen  Haupt-Gustav-Adolph-
            
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