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ganz besonders ausgezeichnet und müssen schliesslich zu den
hiefür bereits beigebrachten Gründen noch zwei andere hinzufügen.
Erstens ist der Contrast, den die übrigens hochachtbare
Secte der Physiokraten jeder gesetzteren Auffassung gegenüber
bilden muss, nirgend so stark, als wenn man ihr denjenigen
Denker gegenüberstellt, welcher ein Maass von Umsicht vertreten
hat, wie es mit gleicher Tiefe niemals anzutrcffen gewesen
ist. Zweitens hat aber auch Hume vor einigen nachfolgenden
Erscheinungen eine grössere Unabhängigkeit der
Stellung und eine Freiheit von Pedanterie voraus, die sich auch
in seinen ökonomischen Arbeiten nicht verleugnen konnte. Er
hatte nie dem Einfluss der Parteien, der Fürsten oder der Universitäten
das geringste Zugeständniss gemacht. Acusscrlich
und innerlich frei, war er seinem eignen Antriebe gefolgt und
hatte durch unausgesetzte Bemühungen seine materielle Unabhängigkeit
gesichert. Er war durch eine gute Privatökonomie
auf der Grundlage sehr geringer Mittel dahin gelangt, Niemand
zu Gefallen schreiben zu müssen. Er folgte, ohne grosse
Kämpfe nöthig zu haben, nur der wirklichen Ueberzeugung und
bewahrte auch dem Publicum gegenüber eine selten feste Haltung.
Dies ist, abgesehen von seinen Fähigkeiten, der moralische
Grund, der seine Arbeiten so hoch erhebt und ihnen eine
zwar langsame, aber dafür jetzt noch im Steigen begriffene
Anerkennung gesichert hat.