Full text : Kritische Geschichte der Nationalökonomie und des Socialismus

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und  Wollene  sich  aus  individuellen  Systemen  zusammensetzt,
80  haben  die  Persönlichkeiten,  welche  Träger  dieser  Systeme
sind,  auch  in  ihrer  besondern  Physionomie  eine  Bedeutung.
Man  darf  daher  ihre  Biographie  nicht  als  eine  äusserliche  Beigabe ­
  betrachten,  die  auch  unbeschadet  des  Verständnisses  der
Systemeigcnthümlichkeiten  fehlen  könnte.  Man  wird  vielmehr
wohl  daran  thun,  in  den  Lebenszügen  der  im  Verfehlten  oder
Gelungenen  originalen  und  auf  die  Menschheit  einflussreichen
Bearbeiter  der  Oekonomie  einen  ähnlichen  Standpunkt  einzunehmen, ­
  als  wenn  es  sich  um  eigentliche  Philosophie  handelte.
Die  Denkweise,  wie  sie  sich  in  den  Thaten  des  Einzellebens
ausdrückt,  wird  daher  keineswegs  gleichgültig  bleiben  können.
Alles  Aufkeimen  von  Gedanken  und  sogar  alle  neuen  wissenschaftlichen ­
  Auffindungen  gehören  einer  einzigen  umfassen-^
  den  Gesetzmässigkeit  an,  und  nichts,  was  in  eines  Menschen
'  Kopfe  zu  Stande  kommt,  darf  in  Rücksicht  auf  gesetzmässige
Noth  Wendigkeit  so  angesehen  werden,  als  wenn  es  wenio-er
bedingt,  bestimmt  und  der  Wissenschaft  unterworfen  wäre,  als
irgend  ein  anderer  Natur  Vorgang.  Auch  die  genialsten  Productionen
  können  von  dieser  alles  beherrschenden  Gesetzmässig-^it
  keine  Ausnahme  machen,  und  es  hiesse  zum  Zauber-  und
Wunderglauben  zurückkehren,  wenn  man  einem  wissenschaftlichen ­
  Heroencultus  und  der  zugehörigen  Romantik  im  Widerspruch ­
  mit  der  allgemeinen  Bedingtheit  aller  Gedankenregungen ­
  und  Gedankenergebnisse  auch  nur  das  geringste  Zugeständiiiss
  machen  wollte.  Der  Protest  gegen  den  falschen,
mystisch  romantischen  oder  wenigstens  ungehörig  autoritären
Cultus  des  Genies  ist  aber  sehr  wohl  mit  der  Anerkennung
der  Wahrheit  verträglich,  dass  es  weit  mehr  die  von  Innen
bedingte  Gesetzmässigkeit  glücklich  beanlagter  Köpfe,  als  die
äusseren  Umstände  gewesen  sind  und  sein  werden,  wodurch
Bich  die  grossen  Fortschritte  der  Wissenschaft  vollzogen  finden. ­
  Es  kommt  daher  in  der  Wissenschaft  weniger  auf  diejenigen ­
  an,  welche  von  der  Epoche  gemacht  werden,  als  auf
die,  welche  die  Epoche  machen.  Die  Productivität  hört  in  diesem ­
  eminent  persönlichen  Sinne  da  auf,  wo  das  Product  beginnt. ­
  Für  die  Wirthschaftslehre  liefert  dieses  Rangverhältmss,
  durch  welches  die  Naturen  erster  Ordnung  von  den  Pflegern ­
  gewöhnlicher  und  naheliegender  Vorstellungen  deutlich
gesondert  werden,  einen  noch  wenig  gebrauchten  Maassstab  der
!•
            
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