Full text : Kritische Geschichte der Nationalökonomie und des Socialismus

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noch  bei  A.  Comte  nachgewirkt.  Hioiiach  brauchen  wir  uns
über  den  Mangel  des  materiell  Ookonomischcn  in  der  Gestaltung ­
  der  Grundidee  nicht  zu  wundern.
Will  man  jedoch  eine  Vergleichung  mit  den  nationalökonomischen ­
  Tendenzen  anstellen,  so  kann  man  mit  Fug  und  Rocht
behaupten,  dass  die  Arbeit,  die  in  der  Sniithschen  Volkswirthschaftslchre
  den  Ausgangspunkt  der  Erklärungen  bildet,  bei
St.  Simon  die  socialgestaltende  Triebkraft  sei.  An  beide  Fälle
heftet  sich  die  leicht  missleitende  Bezeichnung  als  Industriosystem, ­
  während  die  gesammto  viel  verzweigte  wirthschaftlicho
Thätigkeit  gemeint  ist.  Ich  will  jedoch  eine  Parallele  nicht
weiter  ausführon,  in  welcher  zu  viel  Ungleichartiges  zu  berühren
sein  würde,  um  das  wirklich  Gemeinsame  nicht  in  einem  falschen ­
  Lichte  erscheinen  zu  lassen.  Dagegen  dürfen  wir  scbliesslich
  ein  letztes  Wort  nicht  vergessen,  welches  die  Schüler  von
dem  sterbenden  Meister  vernommen  haben  wollen.  Es  werde
sich,  soll  er  noch  in  den  letzten  Augenblicken  des  halb  verdunkelten ­
  Bewusstseins  geäussert  haben,  eine  Arbeiterpartei
bilden,  und  mit  den  hinzugefügten  Worten  „die  Zukunft  ist
unser”  soll  er  die  Hand  zum  Kopf  geführt  und  geendet  haben.
In  der  That  ist  hiemit  die  Grenze  bezeichnet  gewesen,  bis  zu
welcher  sein  in  den  Ilauptzügen  edles  und  aufopferndes  Streben
gelangte.  Der  harte  Bruch,  der  sich  zwischen  den  Arbeitern
und  Industriellen  vollziehen  musste,  war  nicht  für  die  weiche
Auffassung  gemacht,  die  in  dem  jetzt  abgeschlossenen  Leben
vorgewaltet  hatte.  Der  eiserne  Geist  eines  Babeuf  war,  aller
Spartanischen  Idole  ungeachtet,  eher  dazu  angethan  gewesen,
mit  seinem  letzten  Act  den  Ernst  zu  bezeichnen,  mit  welchem
einst  der  Gegenstand  von  der  keineswegs  frivolen,  sondern  gelegentlich ­
  bittern  und  blutigen  Geschichte  wieder  aufgenommen
werden  musste.  Das  St.  Simonsche  Leben  hatte  vorherrschend
das  Gepräge  des  Duldens  an  sich  getragen;  es  war  vornehmlich ­
  in  eine  Zeit  gefallen,  in  welcher  eine  eigentliche  Action
eine  Unmöglichkeit  blieb.  Mit  der  Wiederaufnahme  einiger
Elemente  der  Revolution  musste  aber  auch  eine  Annäherung
an  das  mehr  active  Verhalten  Platz  gieifen,  und  diesem  Umstande ­
  ist  es  zu  verdanken,  dass  nach  einigen  trägen  und  quietistischen
  Caricaturen  des  Socialismus  und  speciell  dos  St,  Sirnonschen
  Ideenkreises  wiederum  Erscheinungen  zu  Tage  traten,
die  nicht  unter  das  Niveau  einer  ernsten  und  positiven  Ge-
            
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