Full text : Kritische Geschichte der Nationalökonomie und des Socialismus

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heutigen  Gesellschaft  noch  zur  Sprengung  desselben,  in  Angriff
nehmen.  Um  es  mit  einem  Wort  zu  sagen,  so  ist  in  dem
Blancschen  Socialismus  noch  zu  viel  Poesie  auf  verschwommen
pantheistischem  Hintergründe  und  zu  wenig  rein  wissenschaftliche ­
  Betrachtungsart  enthalten.  Mit  den  Affecten  und  Antrieben ­
  kann  man  sympathisiren  und  dennoch  die  specielle
Ideengestaltung,  in  welcher  sich  diese  Affecte  zu  befriedigen
gesucht  haben,  in  den  meisten  Bostandtheilen  unhaltbar  finden.
Hiebei  bleibt  natürlich  neben  der  allgemeinen  positiven  Vertretung ­
  der  bessern  Antriebe  auch  das  negative  Verdienst  einer
Bioslegung  der  Schäden  und  der  Corruptionselemente  der  Zustände ­
  ungeschmälert  bestehen.  In  dieser  Richtung  sind  die
theoretischen  Leistungen  Louis  Blancs  weit  natürlicher  ausgefallen, ­
  als  die  durch  eine  philosophische  Caricatur  verunstalteten ­
  und  eine  bizarre  Affectation  athmenden  Reflexionen  eines
Proudhon.
6.  Während  Louis  Blanc  als  eine  Persönlichkeit  dasteht,
die  sich  positiv  zu  genügen  suchte  und  bei  aller  Regsamkeit
der  Phantasie  doch  in  der  allgemeinen  Denkungsart  die  natürliche ­
  Gemeinschaft  der  verstandesmässigen  Mittheilungsform
nicht  aufgab,  haben  wir  in  Proudhon  ein  Phänomen  vor  uns,
dem  es  viel  mehr  um  ein  absonderliches  Blinken  als  um  die
Ausstrahlung  eines  ruhigen,  die  Gegenstände  in  ihren  richtigen
Verhältnissen  zeigenden  Lichtes  zu  thun  war.  Das  chaotische
Funkenstieben  einer  vom  Wege  abgekommenen  Imagination,
die  nur  zu  einem  Zehntel  ihrer  bessern  Natur  und  ihren  gesunden ­
  Anschauungen,  zu  neun  Zehnteln  aber  einer  philosophastrischen ­
  Illusion  und  dem  leichtfertigen  Hange  zur  ungediegenen, ­
  aber  kinderhaft  bunten  Begriffsspielerei  folgte,  —
dieses  Reiben  und  Schlagen  an  allem  Möglichen  und  diese
Zerfahrenheit  des  Vorstellungslaufs,  bei  welcher  keine  gesunde
Logik  aufzukommen  vermag,  ist  das  Charakteristische  aller
Proudhonschen  Schriften  von  der  ersten  bis  zur  letzten.  Jedoch
geht  in  moralischer  Hinsicht  ein  besserer  Zug  durch  dieselben
hindurch,  der  uns  ein  wenig  mit  den  sonstigen,  keineswegs
charaktervollen  Allüren  einer  theoretischen  Scheindialektik  aussöhnen ­
  kann  und  dies  noch  mehr  thun  würde,  wenn  nicht  auch
er  unter  der  halb  unwillkürlichen,  halb  bewussten,  zum  Theil
auf  Selbsttäuschung  beruhenden,  zum  Theil  aber  auf  die  Täuschung ­
  Anderer  abzielenden  Sophistik  gelitten  hätte.  Dieser
            
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