Object: The law of friendly societies, and industrial and provident societies, with the acts, observations thereon, forms of rules etc., reports of leading cases at length, and a copious index

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Dritter Teil, 
von der statistischen Erfassung eines unmoralischen oder als 
solchen betrachteten Faktums auf die aus diesem zu erwarten- 
den Folgen abwälzen zu dürfen. So hat z. B. Fritz Mangold 
in einem Vortrag im Oktober 1925 auf der in Zug abgehaltenen 
Jahresversammlung der Schweizerischen Statistischen Gesell- 
schaft erklärt, auch er möchte nicht das alles zahlenmäßig 
als Maßstab anwenden, was in der Regel als moralisch anfecht- 
bar oder verwerflich bezeichnet werde. Wohl sei aber der un- 
eheliche Geschlechtsverkehr dann als sozial verderblich zu be- 
zeichnen, wenn er „als Ausfluß von Laster, Gewissenlosigkeit 
und Unbekümmertheit um die Geschicke anderer anzusprechen 
sei und die Folgeerscheinungen des Verkehres geeignet seien, 
Mitmenschen unglücklich zu machen“. Die Moralstatistik ver- 
möge überhaupt nur Folgeerscheinungen zu erfassen. Als 
solche aber registriere sie uneheliche Geburten, Ehescheidungen 
infolge Ehebruchs, Prostitution und venerische Krankheiten 308 
Der Versuch, die statistisch faßbare Unmoralität an ihren 
Folgen erkennen zu wollen, muß als irreführend bezeichnet 
werden. Die Folgen interessieren uns sozial als Übelstände, 
nicht aber als konkret gewordene Missetaten 3%, Ganz ab- 
gesehen davon, daß z. B. die Folgen einer Ehescheidung in- 
folge Ehebruchs recht erfreulich sein können, indem sie, falls 
keine Nachkommenschaft vorhanden, das Übel beheben, sind 
Gewissenlosigkeit und Unbekümmertheit um die Geschicke 
anderer keineswegs die notwendigen Akzessorien einer angeb- 
lich statistisch faßbaren, weil angeblich aus ihnen erkenn- 
baren Immoralität. Das bewußte Weitergeben venerischer 
Krankheiten z. B. ist gewiß verwerflich. Daher ist in ärzt- 
%05 Mangold, 5, 408, 409, 413, 412. 
509 Sehr treffend bemerkt Legoyt (1. c. S. 473): „La question de mora- 
lit& 6cart6e, nous ne saurions möconnaitre que le fait d’un grand nombre 
et surtout d’un nombre croissant d’enfants naturels a les CONSEqUENCBS 
sociales et 6conomiques les plus regrettables.‘“ Aber eben nicht mehr als das.
	        
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