fullscreen : Tote und lebendige Wissenschaft

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ist  die  Sachlage  vielmehr  diese:  daß  eine  Vergrößerung ­
  des  Angebotes  sich  nur  dadurch  und
nur  insofern  in  einen:  neuen  Preise  ausdrückt, ­
  a  l  s  in  ihr  eine  Neugliederung  und
Neuordnung  der  Mittel,  d.  h.  ihrer  Rangstellung, ­
  ihrer  Gültigkeiten,  ihrer  Leistungen ­
  (z.  B.  durch  Erweiterung  der  betr.  Gebilde)  zur
Erscheinung  kommt;  —  also  bei  neu  geändertem  Verhältnis ­
  von  Mittel  und  Ziel,  von  Erzeugung  und  Kaufkraft.
Als  Hauptregel  kann  ja  dabei  gelten,  daß  —  wie  die  alte
Lehre  will  —  bei  vergrößertem  Angebote  der  Preis  sinkt,
da  bei  einem  Mehr  an  Gütern  oft  zu  geringeren  Nutzungen
herabgestiegen  wird;  aber  ein  „Gesetz"  ist  das  nicht,  da  die
Neugliederung  eine  solche  sein  kann,  daß  nun  gerade  erst  komplementäre ­
  Güter  nutzbar  und  wichtige  Leistungen  ermöglicht
werden,  also  das  Mehr  an  Angebot  ein  Mehr  an  Nachfrage  erst
hervorrufen,  die  Nachfrage  daher  das  vermehrte  Angebot  ohne
Preissturz  aufnehmen  wird  (s.  o.  S.  68  f.,  S.  74).
Wir  sahen,  daß  sich  im  „Tausch"  eine  Ganzheit  verwirklicht,
in  der  sich  die  Gliedlichkeit  der  Teile  (der  Tauschhandlung)
darstellt;  wir  sahen,  daß  der  Preis  Ausdruck  von  Gliederung
ist,  seine  Änderung  einen  Umbau  der  Gliederung  der  betroffenen
Ganzheit  in  bestimmter  Richtung  anzeigt;  die  Tausch-  und
Preisgesetze  wie  alle  anderen  Gesetze  der  Volkswirtschaftslehre
sind  daher  sämtlich  Gesetze,  welche  die  Bezogenheit  der  Teile
in  der  Ganzheit  betreffen,  sie  sind  Gliederungsgesetze,  Entsprechungsgesetze. ­
  Als  solche  sind  sie  allerdings  eindeutig
(weil  z.  B.  Herz-  und  Lungenentsprechung,  Handels-  und  Erzeugungsentsprechung ­
  unter  gegebenen  Umständen  eindeutig
sind);  ja  sie  sind  sogar  einsichtig,  d.  h.  ihre  Notwendigkeit, ­
  ihre  Gültigkeit  kann  unnüttelbar  eingesehen  werden,
leuchtet  ein  (während  nicht  einleuchtet,  warum  die  Thermometersäule ­
  steigt  ^mechanische  Wirkung),  wenn  es  wärmer  wird
            
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