Full text: Der Safranhandel im Mittelalter

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tung hingegeben ‘). 1465 ist ein Safrangarten vor Schotten 
tor 1 2 3 ), 1470 wieder vor Widmertor bezeugt ’), 
Auf einen Anbau am Osthang des Wiener Waldes im 
15. Jahrhundert weist das Grundbuch über den Mödlinger 
Besitz des St. Jakobsklosters zu Wien. 1493 spricht ein 
Grundgerichtsbrief von den zinsbaren Wein-, Kraut- und 
Safrangärten um Mödling, Brunn, Biedermannsdorf, Perch- 
tolsdorf, Enzesdorf, Neundorf 4 ). Im einzelnen findet sich 
angeführt ein halber Safrangarten in Mödling 1467 und 
ebenda ein Safrangarten 1451 5 ). In Grillenberg ist der An 
bau schon vor 1439 bezeugt. Eine Verkaufsurkunde spricht 
von 2 Joch Äcker, die vorher Safrangärten gewesen waren 6 ). 
In das Viertel oberhalb des Mannhartsberges weist 
nur ein Zeugnis des 15. Jahrhunderts 7 ). 1457 enthält das 
Stiftungsbuch des Klosters St. Bernhard, an einem Zufluß 
des Kamp gelegen, Safrangärten. Es ist jedoch fraglich, ob 
darin ein Beweis dafür gegeben ist, daß der Anbau soweit 
in den Tälern des Berglandes ober Mannhartsberg empor 
stieg, da die Güter die Klöster bekanntlich in ausgedehntem 
Streubesitz umlagerten. 
Für das fruchtbare Hügelland unterhalb des Mann 
hartsberges ist aus dem 15. Jahrhundert der Anbau nur in 
Hüttendorf bei Nikolsburg zu belegen 8 ). In der ersten Hälfte 
des 16. Jahrhunderts wird Safran angebaut in der Gegend 
von Ravelsbach, dessen Pfarrer der Safranzehnt von Paris 
dorf zukommt, und in Wullersdorf, wo der Safranzehnt 
ebenfalls zum Einkommen des Pfarrers gehört 9 ). Bedeutend 
muß der Anbau um Mistelbach gewesen sein. Dorthin will 
1) Quellen zur Geschichte der Stadt Wien. 1. Abt. V. 4909. 
2) Quellen zur Geschichte der Stadt Wien. 2. Abt. III. 4100. 
3) Quellen zur Geschichte der Stadt Wien. 2. Abt. III. 4340. 
4) Blätter des Vereins für Landeskunde von Niederösterreich. 
1898, 23. 
5) Blätter des Vereins für Landeskunde von Niederösterreich. 1901. 
6) Fr. Keiblinger: Geschichte des Benediktinerstifts Melk. 1851—63 
I. 685. 
7) Keiblinger II. 126. 
8) Notizenblatt zum Archiv für Kunde österreichischer Geschichts 
quellen II. S. 128. 9) Keiblinger II. 753.
	        
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