Full text : Mittheilungen aus der Geschäfts- und Sterblichkeits-Statistik der Lebensversicherungsbank für Deutschland zu Gotha für die fünfzig Jahre von 1829 - 1878

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I.  Tlieil.  »Statistik  der  Anträge,  Ablehnungen,  Aufnahmen  und  Abgänge.

die  Summen
19.  7500  Mark  548  mal  29
20.  2100  »  538  »  30
21.  600  »  532  »  31
22.  24OOO  »  4O9  »  32
23.  20000  »  392  »  33
24.  4OOO  »  345  »  34
25.  60OOO  »  244  »  35
26.  48OO  »  24O  »  36
27.  54OO  »  213  »  37
28.  IO5OO  »  I72  »  38

die  Summen
8000  Mark
21000  »
7200  »
2700  »
3300  »
4200  »
6900  »
45000  »
300  »
2500  »

168
157
149
142
US
136
135
132
124
104

mal

Die  Benutzung  der  Versicherungssummen  1—3  (3000,
1500,  6000  Mark)  überwiegt  so  bedeutend,  dass  über  52%
aller  Eintretenden  Versicherungen  über  diese  Beträge  nahmen;
rechnet  man  die  drei  nächstfolgenden  Summen  (1800,  9OO  u.
9000  Mark)  noch  hinzu,  so  wurden  diese  sechs  Summen
zusammen  von  über  68  °/o  aller  Eintretenden  benutzt.

Einige  der  oben  aufgeführten  Summen,  wie  z.  B.  IOOOO,
2000,  IOOO,  5000,  20000,  4000,  8000  Mark,  können  erst  seit
Einführung  der  Markwährung  benutzt  werden  ;  ihre  verhältnissmäsig
  starke  Benutzung  concentrât  sich  auf  die  letzten  fünf
Jahre  und  legt  Zeugniss  ab  für  die  Gewöhnung  an  das  neue
Münzsystem;  andere  jener  Summen,  wie  3600,  7500,  5400,
4200  Mark,  welche  sonst  beliebt  waren,  können  seit  1875
nicht  mehr  benutzt  werden;  die  häufige  Benutzung  von  Summen,
die  sich  in  der  Mark  Währung  irrational  ausnehmen,  wie  1800,
1200,  2400,  2100,  6oo,  7200  Mark,  rührt  noch  daher,  dass
die  Thaler-Aequivalente  in  der  Vermögensschätzung  eine  Rolle
spielten.
Der  im  I.  Abschnitt  dieser  Abhandlung  verheissene  Nachweis, ­
  dass  die  Lebensversicherungsbank  f.  D.  sich  keineswegs,
wie  ihr  oft  nachgesagt  worden  ist,  spröde  verhält  gegen  kleine
Versicherungen,  kann  an  der  Hand  der  Tab.  VIII  leicht
erbracht  werden.

1500  Mark,  ja  3000  Mark  wird  man  bei  dem  Preise  des
Geldes,  wie  er  wenigstens  in  den  letzten  Jahrzehnten  sich
gestaltet  hat,  nicht  als  hohe  Lebensversicherungssummen  bezeichnen ­
  können,  auch  bei  uns  nicht,  wo  der  allgemeine  Wohlstand ­
  im  Vergleich  mit  England  und  Frankreich  doch  noch
auf  einer  recht  niedrigen  Stufe  steht.

Es  traten  aber  mit  Versicherungssummen

»  2.
»  3
»  4.
»  5.

300  bis  mit  1500  Mark
im  i.  Jahrzehnt  :  2491  Personen,  oder  23,07%  aller  Eingeti
2923  »  »  28,30  »  “
3128  »  »  25,4s  »
4510  »  »  22,99  »
6262  »  »  19,39  »
300  bis  mit  3OOO  Mark
Jahrzehnt:  6616  Personen,  oder  61,26%  aller  Einget
»  6973  »  »  67,51  »  »  »
»  8117  »  »  66,13  »  »  »
»  11 797  »  »  60,13  »  »  »
»  ï73 1 5  »  »  53,Gi  »  »  »

im  i
»  2
»  3
»  4
»  5

ein.  Die  procentale  Abnahme  der  kleinen  Versicherungen  seit
Beginn  des  dritten  Jahrzehnts  wird  theils  auf  die  Zunahme  des
Wohlstandes  in  den  unteren  Klassen  der  Bevölkerung,  theils
auf  Veränderungen  im  Preise  des  Geldes  zurückzuführen  sein.
Die  Benutzung  einiger  Gruppen  von  höheren  Versicherungssummen ­
  durch  Neueintretende  möge  aus  der  folgenden,  der
Tabelle  VIII  entnommenen,  Darstellung  ersehen  werden  :

Es  wurden  benutzt  die  Summen  von
31OO  —  5000  Mark

im  I
»  2
»  3
»  4
»  5
im  i
»  2
»  3
»  4
»  5
im  I

im

im
»
»
»

un

Jahrzehnt  von  896  Personen,  oder  8,30  %  aller  Eingetr

»  »  823  »  »  7,97  »  »  »
»  »  926  »  »  7,54  »  »  »
»  »  1335  »  »  6,so  »  »  »
»  »  2485  »  »  7,69  »  »  »
5100—  15000  Mark
Jahrzehnt  von  2893  Personen,  oder  26,79  °o  aller  Eingetr.
»  »  2232  »  »  21,61  »  »  »
»  »  2879  »  »  23,46  »  »  »
»  »  5457  »  »  27,82  »  »  »
»  »IOO65  »  »  3  1,16  »  »  »
151OO  —  2  5000  Mark
Jahrzehnt  von  369  Personen,  oder  3,42  °/o  aller  Eingetr.
»  »  I96  »  »  1,90  »  »  »
»  »  223  »  »  1,92  »  »  »
»  »  537  »  »  2,-4  »  »  »
»  »  1189  »  »  3,68  »  »  »
25100—35000  Mark
Jahrzehnt  von  25  Personen,  oder  0,03  %  aller  Eingetr.
»  »  105  »  »  1,02  »  »  »
»  »  114  »  »  0,93  »  »  »
»  »  361  »  »  1,84  »  »  »
»  »  838  »  »  2,59  »  »  »
35100  —  45000  Mark
Jahrzehnt  von  —  Personen,  oder  -

%  aller  Eingelr.

»  »  15  »  »  0,12
»  »  9°  »  »  0,46
»  »  153  »  »  0,47
45100—60000  Mark
Jahrzehnt  von  —  Personen,  oder  —
»  »  —  »  »  —
»  »  —  »  »  —
»  »  41  »  »  0,21
»  »  256  »  »  0,79

aller
»

Eingetr.

VII.  Kapitel.
Abgang  und  Ablauf  bei  Lebzeiten.
Im  ersten  Abschnitt  dieser  Abhandlung  wurde  darauf
hingewiesen,  dass  die  Qualität  der  Anmeldungen  zur  Versicherung ­
  u.  A.  gekennzeichnet  werde  durch  Zahl  und  Betrag
der  Abgänge  bei  Lebzeiten.  Streng  genommen  bezieht  sich
dies  nur  auf  diejenigen  Versicherungen,  welche  nach  dem
Sinn  der  Verträge  fortzusetzen  gewesen  wären  bis  zum  Ableben ­
  der  Versicherten.  Und  auch  unter  den  nachmals  aufgegebenen ­
  Versicherungen  dieser  Kategorie  sind  manche,  deren
vorzeitige  Aufgabe  den  vermittelnden  Organen,  oder  den
herrschenden  Geschäftsmaximen  gewiss  nicht  zur  Last  zu
schreiben  ist.
Nichtsdestoweniger  ist  diejenige  Spalte  der  Tabelle  IX,
welche  Zahl  und  Betrag  der  Abgänge  von  Versicherungen  angibt, ­
  welche  im  normalen  Verlaufe  der  Dinge  bis  zum  Ableben
der  Versicherten  fortzusetzen  gewesen  wären  (Hauptspalte  4),  die
weitaus  bemerkenswertheste.
Die  erste  Hauptspalte  veranschaulicht  den  Ablauf  und
Abgang  der  sogenannten  kurzen,  also  ein-  bis  zehnjährigen,
            
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