Die drahtlose Telegraphie.
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Die Stationen für drahtlose Telegraphie in Deutschland im Sommer 1912.
180 bis 200 Meilen von den deutschen Dampfern „Prinzeß Irene" und „Batavia" auf
gefangen, die schleunigst dem Strandungsplatze zusteuerten und Besatzung wie Reisende
noch rechtzeitig zu retten vermochten.
Ähnlich ging es dem Dampfer „Kentucky" von der Eastern Steamship Company,
der im Februar 1910 aus der Höhe von Kap Hatteras sank, nachdem kurz zuvor alle
46 Mann der Besatzung von dem auf drahtlose Notsignale herbeigeeilten Dampfer „Alamo"
gerettet worden waren. Die „Kentucky" hatte bereits den ganzen Tag Notsignale gegeben,
weil das Schiff leckgesprungen und im allmählichen Sinken begriffen war. Längst war die
Hoffnung auf Rettung unter seiner Besatzung geschwunden, schon mußten die Funkspruch
apparate ihre Tätigkeit einstellen, der Untergang der Mannschaft erschien unvermeidlich;
da nahten im entscheidenden Augenblick die so sehnsüchtig erwarteten Helfer.
Weiter wurde die Funkentelegraphie zum rettenden Engel beim Untergange des
Dampfers „Merida" der Wardlinie im Mai 1911. Die drahtlosen Notsignale, die das
Bisher hat die drahtlose Telegraphie ihre größten Segnungen im Verkehr von Schiff
zu Schiff und von Schiff zu Land entfaltet. Insbesondere die Sicherheit zur See hat
durch die Möglichkeit, Nachrichten in weite Ferne gelangen zu lassen, ganz enorm gewonnen;
bei der fürchterlichen „Titanic"-Katastrophe in der Nacht zum 15. April 1912 hat ja die
drahtlose Telegraphie allein es möglich gemacht, daß ein Paar hundert Überlebende recht
zeitig dem Massengrab inmitten der Eisberge des Atlantischen Ozeans entrissen werden konnten.
Einige der berühmtesten ähnlichen Fälle waren die folgenden:
Der Cunarddampfer „Slavonia" erlitt 1909 zwei Meilen von der Insel Flores
Schiffbruch. Seine ununterbrochenen drahtlosen Hilferufe wurden in Entfernungen von