fullscreen: Untersuchungen über das Versicherungswesen in Deutschland

356 Heinz Potthoff. 
Übersicht 6: Mutmaßliche Entwicklung. (In Millionen Mark.) 
Einnahmen 
Ausgab 
ett 
Vermögen 
Versich er nngs- 
zweig 
1900 
1910 
1920 
1900 
1910 
1920 
1900 
1910 
1920 
1. Lebensversicherung. . 
413 
759 
1200 
134 
389 
700 
2500 
4500 
7000 
2.—3. Sachschadenver- 
sicherung 
120 
186 
250 
100 
159 
200 
250 
420 
600 
4.—5. Vieh- u. Hagel- 
Versicherung .... 
33 
42 
60 
29 
34 
50 
19 
28 
50 
6.—7. Unfall- u. Haft- 
Pflichtversicherung . . 
47 
102 
150 
41 
72 
140 
66 
170 
250 
8. Transportversicherg. 
60 
98 
110 
45 
95 
105 
79 
144 
200 
I. Geschttftl. Verstch. 
673 
1187 
1770 
349 
749 
1195 
2914 
5262 
8100 
9. Jnvalidenversicherq. 
186 
306 
520 
102 
218 
400 
846 
1662 
2800 
10. Unfallversicherung. . 
110 
219 
300 
101 
206 
280 
141 
351 
600 
11. Krankenversicherung . 
178 
383 
550 
172 
353 
500 
142 
268 
500 
12. Knappschaftskassen. . 
55 
122 
200 
45 
84 
150 
122 
325 
600 
13. Angestelltenversicherg. 
— 
— 
200 
— 
— 
60 
— 
- 
1200 
II. Soziale Vers. 
529 
1030 
1770 
420 
861 
1390 
1251 
2606 
5700 
14. Öffentl. Lebensvers. . 
— 
— 
30 
— 
— 
20 
— 
— 
100 
15. Öffentliche Schadens- 
Versicherung 
78 
104 
150 
73 
89 
120 
134 
253 
400 
III. Öffentl. Vers. 
78 
104 
180 
73 
89 
140 
134 
253 
500 
I—III. Im ganzen . 
O 
GO 
CM 
2321 
3720 
842 
1699 
2725 
4299 
8121 
(14300 
9. Bodenleihe. Schon in den Übersichten 4 und 5 ist gezeigt, 
ein wie großer Teil der Versicherungskapitalien im Grund und Boden 
Anlage findet. Die geschäftliche Versicherung hat mehr als drei Viertel 
ihrer gesamten Reserven, d. h. mehr als 4 Milliarden Mark in Hypo 
theken angelegt. Der Hypothekenbestand der sozialen Versicherung wird 
etwa 500 Millionen ausmachen. Dazu kommen noch die 29 Millionen 
der öffentlichen Feuerversicherung und die wohl nicht allzu hohen Be 
träge der von der Reichsaussicht und demgemäß von der Statistik nicht 
erfaßten kleinen Versicherungsunternehmungen, ferner die Kapitalanlagen 
der ausländischen Gesellschaften zur Deckung des deutschen Geschäfts, von 
denen nur für die Lebensversicherung reichlich 17 Millionen Mark nach 
gewiesen sind st Diese Beträge umfassen aber nicht die gesamte Kapital 
anlage im Boden, sondern dazu gehört auch ein großer Teil der 
1 Vgl. dazu meinen Aufsatz: „Versicherungsanstalten und Bodenleihe" in 
der Broschüre „Die Bodenreform auf der Stüdteausstellung, Erläuterungen zu den 
vom Landesverband Rheinland-Westfalen des Bundes Deutscher Bodenreformer auf 
der Stndteausstelluug zu Düsseldorf 1912 ausgestellten Plänen".
	        
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