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in die Reihe der europäischen Fürsten zählen
zu dürfen. Sein Wirken war von Erfolg ge
krönt. Seine Nachfolger haben in Europens
Geschicke eingegriffen, und zwar — asiatisch.
Und heute sieht man in seinem Reiche bereits
mit Verachtung auf die Asiaten herab.
Rußlands Europamanie aber gerade war
es, die es zwang, sich die Vorherrschaft in Asien
zu sichern. Die Waren, welche der künstlich
gezüchtete Industriestaat Rußland aus eigener
Kraft produziert, sind für den westlich verfeinerten
Geschmack wenig ansprechend. Der „Asiate"
muß sie kaufen. Andererseits braucht Rußland
neben dem Getreide Exportwaren, um seine
Zahlungsbilanz den Westländern gegenüber aus
zuputzen. Das allein ist der wirtschaftliche
Grund für Rußlands politische Handlungsweise.
Denn sobald eine Macht der Welt ihm diese
Möglichkeiten beschneidet, ist es nichts weiter
mehr als ein ostländischer Ackerbaustaat.
Schon bei der Angliederung Sachalins war
das semieuropäische Reich auf Japans Rivalität
gestoßen. Aber damals gab sich der Mikado
mit der Ueberlassung der Kurilengruppe zu
frieden. Seitdem ist ein Menschenalter ver
strichen, und gewaltige Veränderungen haben
sich in dem kleinen Inselstaats vollzogen. Eine
Industrie ist herangereift, die nach Absatz ver
langt. Der asiatische Kontinent ist natürlich
sein geborener Abnehmer. Und da sollte es
russischen Einfluß gerade in Korea sich einnisten
lassen, das gewissermaßen vor seiner Schwelle
liegt, seiner Industrie Absatz, seinem Kapital
reiche Betätigung verspricht. Wohl mag auch
so eine Art asiatischer Monroedoktrin die Ge
müter in Japan beherrschen. Aber selbst die
allernüchternste Ueberlegung, die sich von jedem
Chauvinismus fernhält, muß die Japaner ein
sehen lehren, daß sie sich geradezu jede wirt
schaftliche Zukunft verbauen, wenn sie dem russi
schen Vordringen jetzt keineSchranken setzen. Seit
dem der russische Koloß sich in die Mandschurei
vorschob, war die Tatsache der blutigen Aus-
Rußland und
Japan