fullscreen: Der Weltverkehr und seine Mittel

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Eisenbahnen: Stadtbahnen. 
Auch unter den später ausgeführten Stationen fällt manche durch ihren Mangel an 
Tageslicht auf. Dahin gehört auch die sonst meisterhaft angelegte Cannon Street-Station. 
Hier galt es, inmitten eines besonders verkehrsreichen Gebietes — die nur 15 m breite 
Cannon Street wird täglich von etwa 10 000 Wagen und 60 000 Fußgängern passiert — 
eine unterirdische Anlage zu schaffen, für die zudem noch die zur Verfügung stehende Höhe 
äußerst knapp bemessen war. Die Station liegt zum Teil unter zwei sich kreuzenden 
356. Schnitt durch die Cannon Strret-Station. 
Straßen, zum Teil unter der Anfahrt des großen Hauptbahnhofes Cannon Street der 
South Eastern-Bahn. Bauten über der Straße waren hier unzulässig, und so mußten 
auch die Fahrkartenschalter unter die Erde verlegt werden. 
Die Abb. 356 u. 357 geben zwei Querschnitte dieser fast vollständig in Beton aus 
geführten Station wieder. Die Deckengewölbe, sowie die Fahrkartenschalter werden durch 
Konsolträger K gestützt. Die Oberfläche des Straßenpflasters liegt zum Teil nur 30 cm 
über diesen Trägern 
und nur 5,i in über 
den Schienen. Die 
Bauarbeiten wurden 
auch hier durch die 
vorhandenen und ab 
zuändernden großen 
Abzugskanäle sehr er 
schwert. 
Noch unfreund 
licher und dürftiger 
als der vorgenannten 
Jnnenringstation er 
scheinen die der East 
357. Schnitt durch dir Cannon Strret-Station. Londonbahn. Die 
beiden nördlich der 
Themse gelegenen, Wapping und Shadwell, gleichen geradezu einem düsteren Keller 
gewölbe, bei dessen Anlage nur dem eben notwendigsten Bedürfnis Rechnung getragen ist. 
Abb. 358 stellt einen Querschnitt der Wappingstation dar. Hier fehlt jedes Ober- und 
Seitenlicht und herrscht nur spärliches Gaslicht. An beiden Enden des 91 in langen 
Stationstunnels ist für Lüftungszwecke je ein kurzer offener Einschnitt mit 18 in hohen, 
nach Art der Abb. 359 durch zwei Reihen Eisenstäbe abgesteiften Futtermauern angelegt.
	        
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