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Guter Wille
und harte Not
wendigleit
Der revolutionäre
Finanzminister
Die Assignaten
ferner der Satz: „Die Gläubiger des Auslands
freilich, wo die Assignaten keinen Kurs
haben, müssen in bestimmten Fristen bar bezahlt
werden?' So schuf denn nach Cambons Vorschlag
der französische Konvent im Jahre 1793
die erste vernünftige Finanzmaßnahme, die seit
Colberts Zeiten getroffen worden war.
Sicher wird die russische Duma, welches
auch immer ihr Charakter sein mag, ebenso
handeln. Denn auch die revolutionärste Regierung
legt Wert aus finanzielle Reputation,
ohne die sie nicht auskommen zu können glaubt.
Aber die bittere historische Notwendigkeit ist
stärker als der Wille auch einer gesetzgebenden
Versammlung. Es hat bisher noch keine Revollition
gegeben, die finanziell nicht dieselben
Wege gewandelt wäre wie die von ihr gestürzte
Regierung. Und die Folge davon war, daß
sich schließlich stets dieselben Mißstände in finanzpolitischer
und ökonomischer Beziehung offenbarten
wie unter dem alten Regime, und daß
an diese Mißstände auch die Bestrebungen anknüpften,
die den früheren Radikalismus erheblich
beschnitten.
Es gibt Revolutionäre, die reiten lernen,
sich in den Waffen üben und strategische Werke
studieren, um die Revolution kommandieren zu
können. Aber hat sich schon jemals irgendwer
zum Finanzminister der Revolution präpariert?
Auch das revolutionärste Regieren kostet Geld.
Woher soll man es nehmen? Man muß aus
der alten Vorratskammer das nehmen, was
brauchbar ist. Das legitimistische Frankreich hatte
drei Einnahmequellen: Steuerkontributionen, Anleihen
und Assignaten. Die Kontributionen konnte
man nicht weiter verwenden, denn sie hatten
den Haß gegen das Königtum am meisten geschürt.
Anleihen waren vom Auslande nicht
zu bekommen, freiwillig vom Jnlande auch
nicht. Man griff zu Zwangsanleihen, die man
den Reichen auferlegte. Aber das ergiebigste
Mittel blieben die Assignaten. Die Assignatenwirtschaft
ist nicht etwa, wie man viel-