Die Bestattung des Buddha.
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artiges Kästchen mit Deckel, und links von der Vase eine zweite
Steatiturne, die größer ist als die erste, aber keine Inschrift hat 1 ).
Alle diese Gefäße waren zur Hälfte angefüllt mit Zieraten aus
Gold, Silber, Edelsteinen, Kristall, die die verschiedensten Formen
aufwiesen, wie Sterne, Blumen, Figuren von Männern, Frauen,
Vögeln, Elefanten u. dgl., Stücken aus Blattgold, in die die Figur
eines Löwen und das mystische Zeichen des Svastika oder Haken
kreuzes eingeprägt war, das auf anderen Stücken auch allein steht.
In geringerer Mannigfaltigkeit der Formen haben sich diese Zie
raten auch in dem buddhistischen Stüpa in Bhattiprolu im Dekhan
gefunden, wo auch drei Kristallbüchsen standen, die kleiner sind als
die von Piprävä, ihr aber in der Form gleichen. Fachmännische
Untersuchung hat gezeigt, daß der Stäpa von Piprävä vor 1898
nie geöffnet worden ist, so daß an der Echtheit der Reliquien Bud
dhas nicht gezweifelt werden kann.
Buddha starb im vierundvierzigsten Jahre seiner Lehrtätigkeit,
achtzig Jahre alt. Über sein Todesjahr schwankten die Ansichten
zwischen 543 und 368. Max Müller hat zuerst das Jahr 477
als das wahrscheinlichste berechnet, und das kann für so gut wie
sicher gelten. Griechische und indische Angaben ergänzen und be
stätigen einander.
1) Siehe Abbildung.