Full text: Die kommunale Vermögensbesteuerung in Hessen

8. Kap. Gemünztes Geld und Münzzeichen. 
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eingeführt ist, wenn gleich sie auch die weitere Prägung von Silbermünzen 
einstellten, zum Theil einen sehr beträchtlichen Vorrath an Silbercourant bei- 
ehalten haben, und als an eine Einführung der Goldwährung in den Ländern 
äußersten asiatischen Ostens, selbst nach der 1893 erfolgten Einstellung der 
îreien Silberprägung im englischen Indien, nicht gedacht werden kann. Der 
ortige Verkehr behilft sich mit den schon angedeuteten Mitteln, und es stehen 
j le Preise daselbst so niedrig, daß Goldmünzen vielfach gar nicht als Zah- 
ìingsmittel verwendbar wären. Was soll man mit Goldmünzen in einem 
^ņde anfangen, in welchem der Arbeiter in gewissen Gegenden täglich 120 
beken 
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20 Centimes, gewinnt und damit auf seine Weise gut leben, ja 
ņoch Ersparnisse erzielen kann? 
Dagegen ist es denkbar, daß, wenn europäische Verhältnisse und höhere 
„ rei Ì e einmal auch in China ihren Einzug halten und wenn sich einst das 
und die östlichen und westlichen Küstenländer Afrikas der Civili- 
und ihren Bedürfnissen erschließen sollten und einer bedeutenden Menge 
innere 
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ein "Ohlungsmitteln bedürfen würden, die Stunde schlagen wird, wo man 
tatk^ umssenhaften Silberreichthümern des Erdballs entsprechenden Vor- 
Silbermünzen benöthigt. Tann dürfte der Zeitpunkt gekommen sein, 
best' îb ^n factischen Verhältnissen entsprechende gesetzliche Festsetzung eines 
ì>^^ten Werthverhältnisses zwischen den Gold- und den Silbermünzen zu 
bu und dieselbe mit dauerndem Erfolge durchzuführen, 
für ļàngere Zeit hinaus wird aber das vorhandene Gold noch immer 
Bedarf der Länder, welche die Goldwährung eingeführt haben oder 
hoch noch dazu schreiten werden, d. h. für den Bedarf der Länder mit 
so . entwickelter Civilisation genügen. Dieselben haben nicht nur wegen der 
ņäher zu besprechenden Entwerthung des weißen Metalls, sondern 
Ņubl'fb^nlb ihre endgiltige Wahl zu Gunsten des Goldes getroffen, weil das 
îostb nachdem sich die Preise gehoben haben, das letztere Metall als das 
b 0ŗ i° rerc "nd folglich auch in geringen Quantitäten sehr werthvolle dem andern 
Wie kann man unter den gegenwärtigen Verhältnissen von einer 
b# erforderlichen Zahlungsmittel ungenügenden Menge Goldes 
ļc>uf ' wan bedenkt, daß seit ungefähr einem Vierteljahrhundert der Um- 
Papiermünzzcichen und das Clearingsystem, von welchem im nächsten 
^! e Ņede sein wird, eine solche Ausdehnung gewonnen haben, daß 
Mße "'S eine geringere Anzahl von Münzen zur Begleichung einer weit 
r " Anzahl von Verpflichtungen ausreicht? 1 
scheine h J(lnnet I c. 97—102. In welchem Umfange das bare Geld durch Credit- 
ber Ce„/"^ìkdener Art ersetzt werden kann, erhellt z. B. aus der Thatsache, daß bei 
wlkasse der Banque de France im Jahre 1890 Geschäfte im Gesamtbeträge von
	        
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