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DAS HOTEL- UND GASTGEWERBE
die „Bettkarte‘, die dem Gast in anschaulicher Weise erzählt,
daß er seine Wünsche bezüglich des Bettes dem Zimmer-
mädchen ungeniert unterbreiten möge. Ganz gleich, in welcher
Richtung die Wünsche sich bewegen: ob er das steile Keilkissen
entfernt haben möchte, ob er noch mehr Daunenkopfkissen
wünscht, ob er an Stelle der Daunenkissen ein Roßhaarkissen
oder eine Roßhaarrolle haben: möchte, ob sein Begehr nach
einem großen Federdeckbett geht usw., es wird dem Gast
prompte Erfüllung zugesagt. Die Skizzen oder Photos auf
dieser Bettkarte unterstützen die Anschaulichkeit des knappen
Textes, wovon man sich bei meinem Musterbeispiel über-
zeugen kann. Tatsächlich ist es außerordentlich wichtig, daß
der Gast sein gewohntes ‚„Nachtlager‘“ auch auf der Reise
beziehungsweise im Hotel wieder findet. Das erhöht ganz
wesentlich die Annehmlichkeit des Reisens und wird die Reise-
lust ganz sicher anregen und wecken. Es ist so leicht, diese
kleinen Wünsche zu erfüllen.
Auf eines muß ich noch hinweisen: Die oft recht ungeschickte
Aufstellung des Bettes. Für Menschen mit lichtempfindlichen
Augen — es gibt davon mehr, als die Hotelbesitzer ahnen —
ist es geradezu eine Qual, wenn sie vom Bett aus aufs helle
Fenster blicken müssen. Man sollte, wenn es sich irgend ermög-
lichen läßt, das Bett stets so aufstellen, daß es mit dem Kopf-
ende gegen die Fenster steht.
So gibt es mancherlei Kleinigkeiten, ich habe sicher noch
welche vergessen, die durch ihr Vorhandensein die Behaglich-
keit der Gäste erhöhen, die Reiselust aufmuntern und so
indirekt den Umsatz des Hotels erhöhen könnten. Mit ihnen
sollte man auch — und das ist nicht das Unwichtigste — in
geschickter Weise Reklame machen.