Full text : Wie kann die heimische Cognacindustrie und der deutsche Weinbau gefördert werden?

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mir  zugänglich  gewesenen  Tabellen  nicht  besonders  spezifiziert ­
  ist.
Legen  wir  den  allein  aus  Frankreich  bezogenen  Branntwein ­
  unserer  Berechnung  zugrunde.  Dieser  Branntwein
besteht,  wie  schon  erwähnt,  fast  ausschließlich  aus  solchem,
den  der  Käufer  in  der  Voraussetzung,  es  sei  reines  Weindestillat, ­
  unter  der  Bezeichnung  Cognac  bezieht.  Dieser
Cognac  dient  ebenfalls  zum  größten  Teil  zur  Herstellung
des  billigeren  Konsumcognacs,  indem  er  mit  Kartoffelspiritus
gemischt  wird.
Das  ohne  Zusatz  von  Kartoffelsprit  belassene  Quantum
ist  wohl  auf  25%  zu  schätzen,  während  der  übrige  Teil  zu
weitgehendsten  Verschnitten  bis  zu  1  %  herab  benutzt  wird.
Der  vom  Auslande  bezogene  Cognac  resp.  das  Weindestillat ­
  wird  der  Zollersparnis  halber  hochgrädig  oft  bis
85%  Alkohol  enthaltend,  jedoch  selten  unter  60%  eingeführt ­
  und  man  kann  deshalb  die  15  000  dz  Brutto,  das
heißt  inkl.  Faß,  auch  unter  Berücksichtigung  des  spezifisch
leichteren  Alkohols,  als  netto  15  000  hl  ä  60%  annehmen.
Es  kann  kein  Zweifel  bestehen  und  ist  sicher  nicht  zu  hoch
gegriffen,  daß  aus  diesem  Quantum  allermindestens  das
zehnfache  Quantum’  Konsumcognac  hergestellt  wird.  Man
muß  deshalb  den  aus  französischem  Branntwein  hergestellten ­
  Cognac  ebenfalls  mit  mindestens  15  Millionen  Liter
annehmen.
Im  ganzen  werden  demnach  in  Deutschland  mindestens
30  Millionen  Liter  Cognac  hergestellt  bezw.  eingeführt.
Zu  dieser  Summe  kommen  allerdings  noch  die  kolossalen ­
  Quantitäten  Cognac,  welche  durch  sogenannte  Cognacgrundstoffe ­
  (Bonificateur,  Cognacseve,  Cognacextrakt,
Cognacessenz  usw.)  ohne  besonderen  Zusatz  von  Weindestillat ­
  hergestellt  werden.  Daß  diese  Quantitäten  sehr
bedeutend  mitzählen,  haben  die  im  Laufe  dieses  Jahres  in
            
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