Object: Kritische Geschichte der Nationalökonomie und des Socialismus

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baren Einfluss der vielgestaltigten und sehr gemischten Antriebe 
des unmittelbaren Thuns gelangen. Diese Abzweigung einer 
rein 'öder vorherrschend theoretischen Thätigkeit ist nun so 
wohl erfahrungsmässig als auch aus Innern Gründen in ihren 
ersten Versuchen weit grossem Abirrungen ausgesetzt, als sie 
in der thatsächlichen Befassung mit den Wirthschafts- und 
Staatsgeschäften vorzukommen pflegen. Sobald sich die theo 
retische Speculation selbständig machen will, wird sie das Ge 
wicht auf die Gonsequenz leitender Vorstellungen legen müssen 
und wird ausserdem nicht umhin können, die Schlusskraft all 
gemeiner principieller Anschauungen zu erproben. Hiebei wird 
nun fast unvermeidlich die auf das neue Gebiet gerichtete und 
in dieser Beziehung gleichsam erst erweckte Phantasie eine 
Rolle spielen und Mischungen zu Tage fördern, in denen sich 
der verstandesmässigo Gehalt noch keineswegs abgeklärt hat. 
Dieser sehr begreifliche Hergang ist auch das Schicksal 
des volkswirthschaftlichen, in den Jahrhunderten der neuern 
Zeit vorbereiteten und erst in der neusten Epoche eiuiger- 
maassen constituirton IVissensgebiets gewesen. Der gesamuite 
Mercantilismos und dessen besondere Ausprägung in den leiten 
den Ideen der Oolbertschen Staatspraxis vertreten nebst allen 
Schriftstellern, die im Sinne dieser Thatsachen oder auch wohl 
gelegentlich und inconsequent im entgegengesetzten Sinne 
arbeiteten, noch keine selbständige Volkswirthschaftslehre. Der 
erste Versuch aber, der in der Richtung auf eigentlich national 
ökonomische Theorie seit der Mitte des 18. Jahrhunderts von 
Quesnay gemacht wird, bleibt, wie die ganze Physiokratie, in 
einer höchst phantasiemässigen und den Charakter der Wissen 
schaftsdichtung an der Stirn tragenden Anschauungs- und 
Schlussweise befangen. Erst mit Adam Smith, den man zu 
gleich als Vertreter der Humeschen Bemühungen betrachten 
kann, führt sich die Wissenschaft als solche mit einem ent 
scheidenden und zugleich umfassenden Versuch ein und gewinnt 
einige feste Anhaltspunkte, die trotz aller Mischung mit den 
erheblichsten Irrthümern und trotz der einseitigen, oft verfehlten 
I assungen der zugehörigen Nebengedanken dennoch bleibenden 
Werth beanspruchen können. Mit dem Werke Adam Smiths 
sind mindestens einige rein wissenschaftliche Elemente des 
Inhalts unseres Gebiets und daneben auch einige Grundzügo 
für die Methode gesichert. Dennoch ist aber auch in der
	        
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