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unterbricht ihn mit der Bemerkung, unter gebildeten
Leuten sei es üblich, daß man sich begrüße, wenn man zu
jemandem ins Zimmer trete, und er sei berechtigt, diese
Höflichkeit vom Direktor zu verlangen.
Das war dem Herrn Direktor zu viel. Wütend geht er
auf Lassalle zu, drängt ihn ans Fenster zurück und schreit
mit möglichst lauter Stimme und unter Begleitung von
Gestikulationen sämtlicher Gliedmaßen: .Hören Sie- Sie
sind hier mein Gefangener und weiter nichts, Sie haben
sich der Hausordnung zu fügen, und wenn Ihnen daö
nicht beliebt, so werde ich Sie ins Cachot werfen lassen,
und es kann Ihnen noch Ärgeres passieren!'
Hierauf wurde Lassalle ebenfalls heftig und erklärte
dem Direktor, er habe kein Recht, ihn nach der Haus
ordnung zu bestrafen, da er Untersuchungsgefangener
sei; das laute Schreien nütze nichts und beweise nichts;
wenn dies Haus auch ein Gefängnis sei, so sei hier doch
sein Zimmer, und wenn der Direktor (mit dem Finger
zeigend) hier bei ihm eintrete, so habe er ihn zu
grüßen.
Jetzt verlor der Direktor alle Besinnung. Er rückte
Lassalle dicht auf den Leib, holte weit mit ausgestrecktem
Arm aus und schrie: .Gestikulieren Sie nicht mit Ihrem
Finger, oder ich schlage Ihnen gleich mit eigner Hand
eine ins Gesicht, daß...'
Lassalle forderte sofort den Jnstruktionsrichter zum
Zeugen für diese unerhörte Mißhandlung auf und stellte
sich unter seinen Schutz. Der Jnstruktionsrichter suchte
nun den Direktor zu besänftigen, was aber erst gelang,
nachdem derselbe die Drohung mit Ohrfeigen noch
mehrere Male wiederholt hatte.