Full text : Die wirtschaftliche Entwicklung und Lage der Elektrotechnik in der Schweiz

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zitätsindustrie  heranzuziehen.  Ihre  grossen  Erfolge  beruhen ­
  vor  allem  auf  der  finanztechnischen  Erfahrung
ihrer  Leiter.
In  schnellem  Tempo  wurden  von  ihnen  die  Unternehmergeschäfte ­
  derElektrizitätsfirmen  fortgesetzt.  Leider
wurde  die  Geschäftsleitung  durch  allzu  grosse  Engagements ­
  zuweilen  so  stark  belastet,  dass  es  ihr  nicht  möglich
war,  die  innere  und  äussere  Organisation  genügend  zu
überwachen.  Bei  der  Projektierung  neuer  Anlagen  wurde
auf  die  individuellen  Verhältnisse  des  herzustellenden
Werkes  nicht  genügend  Rücksicht  genommen;  einzelne
Werke  fielen  zu  gross,  andere  zu  klein  aus;  dadurch
entstanden  Zinsenverluste  und  ähnliche  Nachteile.  Dazu
kam,  dass  die  technischen  Erfahrungen  bei  der  noch
relativ  jungen  Industrie  sehr  gering  waren  und  zu  unrentablen ­
  Anlagen  sich  fehlerhafte,  nicht  Jeicht  zu
bessernde  Installations-Einrichtungen  gesellten.  Die
gemachten  Fehler  zeigten  sich  bald  in  den  Geschäftsergebnissen ­
  der  Finanzgesellschaften.  Die  Societü
Eranco-Suisse  konnte  seit  dem  Jahre  ihrer  Gründung
(1898)  bis  zum  Jahre  1905  nur  einmal,  im  Geschäftsjahre
1899/00,  eine  Dividende  von  4°/ 0  zur  Verteilung  bringen.
Andere  Finanzgesellschaften  zahlten  zeitweilig  überhaupt
keine  Dividende.  Da  dies  zu  einer  Enttäuschung  des
Publikums  führte  und  dessen  Vertrauen  zu  den  Elektrizitäts-Werten ­
  erschütterte,  wurde  es  mit  der  Zeit  immer
schwieriger,  neue  Betriebsgelder  zu  beschaffen.  Die
a ngesammelten  Kapitalien  lagen  in  Elektrizitätswerken
lest  und  konnten  nicht  flüssig  gemacht  werden.  Eine
Versteifung  des  Geldmarktes  setzte  ein.  In  ihrem
Geschäftsbericht  1901/02  schreibt  dazu  die  Bank  für
elektr.  Unternehmungen  in  Zürich:  „Solange  die  Elektri-
            
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