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schaftlichen Grubenbeamten (insbesondere durch Uebernahme und Unter
haltung der für diesen Zweck am Orte bestehenden Bergschule); b) durch
Anfertigung und Vervollständigung der allgemeinen geognostischen und
bergmännischen (Flötz)-Karlen, Anlegung von Sammlungen, sowie
Vornahme und Unterstützung sonstiger wissenschaftlicher Untersuchungen.
Vermögen 150,000 Thlr. Die Kaffe ist seit 1864 mit der Effen-
Werdensche Bcrggewerkschafts-Kaffe unter dem gemeinschaftlichen Namen
„Westphälische Berg-Gewerkschafts-Kaffe" (s. d.) vereinigt worden.
Märkische Natorp-Stiftung.
Eine seit wenigen Jahren begründete Stiftung zur Unterstützung armer
Lehrer-Waisen in der Grafschaft Mark (Regierungsbezirk Arnsberg).
Märkisch Ökonomische Gesellschaft.
Besteht seit 1791, bildete sich 1843 als Central-Verein des Regierungs-
Bezirks Potsdam, und besorgt ihre Geschäfte durch eine Deputation,
welche sich von Zeit zu Zeit in Potsdam versammelt. Die Haupt
versammlungen finden jährlich im Juli statt. Statut vom 10. Fe
bruar 1844.
Mä tzner sche Stipendien-Stiftung zu Berlin.
Bei Gelegenheit der 25 jährigen Jubelfeier der städtischen höhern
Tochter-Schule zu Berlin am 1. Oktober 1863 begründeten ehemalige
Schülerinnen der Anstalt ein Jubel-Stipendium, um bedürftigen Schüle
rinnen Freistellen zu gewähren. Es soll von dem Lehrer-Kollegium ohne
Rücksicht auf Stand- und Glaubens -Kenntniß der Eltern verliehen
werden. Das dem Direktor Prof. M ätzn er übergebene Kapital
betrug vorläufig 500 Thlr. Das Kuratorium der Stiftung besteht
aus drei Mitgliedern des Magistrats, drei der Stadtverordneten-Ber-
sammlung und dem Direktor der Anstalt.
Magdalenen-Hospital zu Münster.
Im 12. Jahrhundert für katholische Bürger-Wittwcr und Wittwen,
welche bürgerliche Lasten getragen haben, gestiftet und mit 56 Pfründnern
(15 Männer und 41 Frauen) besetzt. Sie erhalten freie Wohnung,
ärztliche Behandlung, Feuerung und Licht in 4 gemeinschaftlichen Arbeits
stuben, monatlich 4 Thlr. rc. Die Pfründner sind einem eigens ange
stellten geistlichen Rektor untergeordnet. Die Anstalt hat mehrere
Grundstücke und 80,000 Thlr. Kapital-Vermögen; sie zahlt aus ihren
Ueberschüffen jährlich 400 Thlr. zur Krankenpflege in der Hülflosen-
Attstalt (s. d.).
Magdalenen-Stift zu Berlin.
Um das Jahr 1850 von dem „Frauen-Verein zur Beffcrung gefallener
und sittlich verderbter Mädchen" (Geschäftsführer des Vorstandes Prä
sident Gamet) begründet, erfreut diese Anstalt sich der besonderen
Unterstützung Königs Friedrich Wilhelm IV. Sie bezog 1861 die
Zinsen eines Kapitals von 10,000 Thlr. aus Staats-Fonds, welche
ihr zum dereinstigcn Ankauf eines Grundstücks rescrvirt sind und einen
fortlaufenden Jahres-Zuschuß von 2500 Thlr.; für einzelne àfge-