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Kosten stetig pro Einheit mit derTiefe wachsen
und wie bei grösseren Teufen schon eine geringe Wassermenge
sehr kostspielig zu heben ist.
Bei dem Schachtbohren (Methode Kind-Chaudron) be
trug die durchschnittliche Leistung pro Monat mit dem kleinen
Bohrer 12m, mit dem grossen 3,5m; eine Abnahme der
Leistung mit der Zunahme der Teufe ist bisher
nicht zu verzeichnen gewesen. Als Grund dafür wird Verbes
serung der Einrichtungen und Apparate angegeben. Aber
Durchmesser und Leistung stehen bei dieser
Methode im umgekehrten Verhältnisse. Bei dem
ganzen Verfahren, also Bohren und Ausbauen, schwankt der
monatliche Durchschnitt zwischen 1,66 m und 2,72 m, im Mittel
beträgt er 2,26 m. Die Kosten schwanken bei unserm Material
zwischen 6474 M. und 9633 M. pro m, der Durchschnitt beträgt
8156 M. Bei einem Durchmesser von ca. 4,40 m und gleicher
Höhe des abgebohrten Schachtteiles betragen die Kosten dieses
Verfahrens (in den letzten Teufen geschätzt) :
bei einer mittleren Bohrteufe
von m
50
150
^00
450
600
pro lfd. m, wenn der abzubohrende
Schachtteil
hoch ist
100 m
50 m
M. 6 000
M. 7 000
» 6 500
» 7 600
» 8 700
» 10 000
» 12 500
» 14 000
» iS 5oo
» 17 000
Dieses Schachtbohrverfahren ist also bei nicht mehr als 50 m
Teufe und bei Wasserzuflüssen von weniger als 8 cbm pro Minute
teurer als das soeben geschilderte Abteufen auf gewöhnliche
Weise. Dagegen ist es bei grösserer Wassermenge oder grösserer
Mächtigkeit der wasserreichen Schichten rentabler.
Die Senkarbeit findet statt bei lockerem Gebirge, also
meistens im Anfänge des Abteufens. Aber am Rheine und im
Norden des Ruhrgebietes benötigt das Gebirge sie auf grössere
Tiefen, so teufte z. B. Schacht Hugo bei Holten 178 m damit
ab 1 ). Wo das lockere Gebirge mit nur einem Senkzylinder zu
durchteufen ist, also gering ist, rechnet man mit ca. 12 m Lei
stung pro Monat; in der Nähe des Rheins jedoch ist wegen der
toten Wasser die Leistung ausserordentlich gering. Ich führe
folgende Zahlen an:
1) Entw. Bd. III. 299,