Full text : Baugenossenschaften und der Berliner Spar- und Bauverein

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Es  wurden  ein  Vorsitzender,  ein  Stellvertreter  desselben  und
ein  Schriftführer  gewählt.
In  jedem  Jahre  wurden  belehrende  und  unterhaltende
Vorträge  in  der  Hausgenossenschaft  gehalten.  Im  ersten
Jahre  behandelten  diese  Vorträge:  Die  Geschichte  des  englischen ­
  Genossenschaftswesens,  eine  Sommerreise  nach  Grönland, ­
  Theodor  Fontane  und  seine  Werke,  und  außerdem
fanden  Reuter-Vorlesungen  und  andere  Rezitationen  statt.
Im  zweiten  Jahre  wurden  Vorträge  gehalten:  Über  die
Entwicklung  der  freien  Hilfskassen  auf  dem  Gebiete  der  Wohlfahrtseinrichtungen, ­
  über  den  Mond  (Vortrag  mit  Projektionsbildern), ­
  über  die  Buren  in  Südafrika,  über  den  Goldreichtum
des  Landes  der  Buren  und  über  die  Art  und  Weise,  wie  die
alten  Römer  ihre  Toten  begruben.  Außerdem  wurden  Vorlesungen ­
  aus  Schiller  und  Reuter  veranstaltet.
Im  folgenden  Jahre  1900  umfaßte  das  Programm:  Die
Taktik  der  Buren  als  kriegführende  Macht,  das  Genossenschaftswesen, ­
  eine  Vorlesung  aus  Hermann  und  Dorothea,
eine  Reutervorlesung,  Gedichtvorträge  und  China  und  die
Chinesen.
Die  Bibliothek,  welche  durch  ein  Vermächtnis  800  Bücher
erhielt,  wurde  der  Verwaltung  einer  Kommission  von  8  Mitgliedern ­
  unterstellt.  Die  Büchersammlung  vermehrte  sich  von
Jahr  zu  Jahr  durch  Schenkungen  und  Ankäufe;  wiederholt ­
  wurden  ihr  Beihülfen  aus  der  Levy-Schenkung  gewährt ­
  und  außerdem  veranstaltete  die  Genossenschaft  einen
Verkauf  von  Ansichtspostkarten,  dessen  Erlös  der  Bibliothek
zugeführt  wurde.  Den  Büchern  wurde  ein  in  Holz  geschnittenes ­
  Exlibris  eingeklebt  und  ein  gedruckter  Katalog
den  Lesern  zur  Verfügung  gestellt.  Außerdem  wurde  eine
Lesehalle  eingerichtet,  die  an  bestimmten  Abenden  der  Woche
geöffnet  ist  und  die  besonders  stark  benutzt  wird.
Es  wurde  ferner  gleich  im  ersten  Jahre  ein  Sängerchor
gegründet,  der  einige  30  Mitglieder  zählt.  Dieser  Chor  betätigt ­
  sich  bei  allen  freudigen  und  traurigen  Gelegenheiten
innerhalb  der  Hausgenossenschaft.  So  bringt  er  an  den
Abenden  vor  den  hohen  Feiertagen  im  Hofe  der  Ansiedlung
einige  auf  das  Fest  bezügliche  Lieder  zum  Vortrag.  Gelegentlich ­
  veranstaltete  er  auch  einen  Maskenball,  und  sein
Kromrey,  Baiigenossenschaffcen.  6
            
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