125
9,4 km auf 10 000 Einwohner, während anderseits, wenn
man die Grundflächen als Maßstab ansieht, in Amerika auf
100 qkm Landes 4,1 km entfallen gegen 9,7 km in
Deutschland. Auf den 183 483 km Eisenbahn, die 1882
in den Vereinigten Staaten in Betrieb waren, wurden
damals 375 Millionen Passagiere und 62,9 Milliarden
Tonnen-Kilometer Frachtgut befördert. Die Zahl der Per
sonenwagen betrug 16 187, die der Güterwagen 706 202.
Im Jahre 1890 war die Bahnlänge um 45,4 Proz. auf
266 646 km, die Zahl der Passagiere um 38,6 Proz. auf
520 Millionen, die der Tonnen-Kilometer-Fracht um 101 Proz.
auf 126,5 Milliarden gestiegen. Im Jahre 1900 waren
312000 km Bahn im Betrieb (Zunahme seit 1882: 70,5 Proz.),
auf denen 585 Millionen Passagiere (Zunahme seit 1882:
56 Proz.) und 225,7 Milliarden Tonnen-Kilometer Fracht
(Zunahme seit 1882: 259 Proz.) in 26 786 Personenwagen
(Zunahme seit 1882: 66,2 Proz.) und 1 358 467 Güterwagen
(Zunahme seit 1882: 92,4 Proz.) befördert wurden. Die
Fracht für den Tonnen-Kilometer betrug 1882 durchschnitt
lich 0,775 Cts. und ist bis 1899 fast stetig auf 0,46 Cts.
zurückgegangen, im Jahre 1900 auf 0,47 Cts. gestiegen. Im
Jahre 1900 war der Bruttoertrag sämtlicher Eisenbahnen
1502 Millionen Dollars. Der Gesamtertrag des Jahres 1901
belief sich auf 1612 Millionen. Ein Vergleich des Jahres 1901
mit dem Jahre 1891 ergibt, daß bei einer Verlängerung der
Schienenstrecke um 19,2 Proz. sich der Nettoertrag von
356 auf 520 Millionen Dollars, d. i. um 46 Proz., erhöht hat,
die gezahlten Bondszinsen von 231 auf 262 Millionen
Dollars, d. i. um 13,4 Proz., die gezahlten Dividenden
von 91 auf 157 Millionen Dollars, d. i. um 72,7 Proz., ge
stiegen sind. Schon aus diesen Ziffern konnte eine ziemlich
zuverlässige Diagnose der allgemeinen wirtschaftlichen Ver
hältnisse des Landes gestellt werden. Hierbei möchte ich