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Die Gütertarife.
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^^Glfacb sogar überhaupt nicht beeinflusst wird.
‘^üigeinäss werden auch gar nicht die Kosten pro Centner-
*^eile, sondern nur pro Zugmeile berechnet; denn wenn
ein Zug läuft, so pflegt man zu sagen, mache
'''eilig aus, ob eine Anzahl Tons mehr oder weniger darin
Hat ein so grosser Theil der Ausgaben einen mehr
^ststehenden, unabhängigen Character, dann folgt von selbst,
^ie Heranziehung eines möglichst grossen Transport-
^'^antunis, welches den Apparat auf das Vollständigste be
schäftigt und ausnutzt, die Hauptsache, und mithin die Wir-
des Tarifsatzes auf das Transportquantum viel wich-
oCr als die Frage ist, wie er sich pro Centnermeile zu
■" doch nur erst ex post, und gerade nach Massgabe des
grösser
^ledrin-
011 oder geringeren Gesammt - Transportquantums
Cent
^^or oder höher sich bemessenden — Kostenbeträge pro
üermeile stellt. Sehr wohl hiermit vereinbar ist das
^oben, im einzelnen Falle den höchstmöglichen, rich-
|§or den Tarifsatz zu erhalten, welcher mit Rück-
^^^ht auf das dabei erzielte Transportquantum den
^^ässten Gesammtreingewinn übrig lässt.
, Es ist die allgemein und gewiss mit Recht verbreitete Nutzen der eng-
^ oinung in England, dass der geschilderte Character der
^^^^^®chen Eisenbahn-Tarifpolitik zu der hohen Entwicklung
dortigen Handels- und Industrieverhältnisse wesentlich
J%otragen habe. In der That, dass das einzelne Geschäft,
^ Eage der jeweiligen Conjunctur dafür, zu Stande kom-
bah^ die Hauptsache, und von Seiten der Eisen-
für die Entwicklung des Handels alles Mögliche, aber
ihr Nöthige geschehen, wenn sie im einzelnen Falle
Zu ^'^Hf danach bemisst, was der Kaufmann von dem
^ erzielenden Geschäftsgewinn abgeben kann, ohne den ihm
^^l’bleibenden Theil zu sehr zu schmälern. Wirft das ein-
l^o Geschäft einen höheren Gewinn ab, dann schadet es
dav^^’ auch die Eisenbahn einen grösseren Theil
fordert; die jüngsten Erfahrungen Deutschlands be-