fullscreen: Leben und Lehre des Buddha

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VI, Die Lehre des Buddha, 
Die kürzeste ist zehn Jahre, die längste unberechenbar. Die Bud 
dhisten unterscheiden „leere Kaipas" und „nichtleere Kaipas". „Leere 
Kaipas" sind die, in denen kein Buddha erschienen ist, „nichtleere 
Kaipas" die, in denen ein Buddha aufgetreten ist, weshalb ein 
solcher Kalpa oucfi ein Buddhakalpa heißt. In einem Kalpa können 
auch mehrere Buddhas auftreten, bis zu fünf. Ein Kalpa mit 
fünf Buddhas heißt einBbadrakalpa, „ein gesegnetes Weltalter", 
Ein solches ist das unsrige. Unser Buddha ist der vierte, der fünfte 
wird noch erscheinen. Er wird Llaitrsya, Pali Metteyya, sein, 
auf den die Buddhisten hoffen, wie die Juden auf den Messias. 
Er wird in 3000 Jahren erscheinen und eine neue Ära eröffnen; 
jetzt ist er Bodbisattva. Wie es unzählige Weltalter gegeben hat, 
so auch unzählige Buddhas. Die Namen der letzten 27 werden 
überliefert, von 24 außerdem eine kurze Lebensbeschreibung inBersen, 
der Liräädavaipsa, der in den südlichen Kanon aufgenommen 
worden ist. Es versteht sich von selbst, daß alle diese 24 Buddhas 
mythische Persönlichkeiten sind. Ihre Lebensbeschreibung ist nach 
einer ganz bestimmten Schablone gearbeitet. Jeder hat, wie unser 
Buddha, seine Hauptschüler und Hauptschülerinnen und seinen Baum 
der Erkenntnis, Es werden die Namen seiner Eltern und Haupt 
verehrer angegeben und erzählt, wodurch er sich zur Buddhawürde 
aufgeschwungen hat. Alter und Körpergröße dieser Buddhas waren 
verschieden. Einzelne wurden 100000 Jahre alt, andere nur 
20000; der größte maß 90 Fuß, der kleinste nur 20. Der Glaube 
an die historische Persönlichkeit wenigstens derdreiVorgänger unseres 
Buddha wird dadurch bewiesen, daß dem zweiten, Konägamana, 
ein Reliquienhügel errichtet worden war, den Asoka Priyadarsin 
14 Jahre nach Antritt seiner Regierung zum zweiten Male erhöhen 
ließ, wie eine im Jahre 1895 gefundene Inschrift besagt. 
Die nördlichen Buddhisten kennen noch mehr Buddhas. Aber 
nur die sieben letzten, einschließlich unseres Buddha, spielen eine 
Rolle. Diese werden als Vläuuslbuddbas bezeichnet, „Buddhas 
von menschlicher Art". Drei werden ins goldene Zeitalter versetzt, 
zwei ins silberne, einer ins kupferne, und unser Buddha ins eiserne. 
In bezug auf diese sieben Buddhas stimmt die nördliche und süd 
liche Tradition bis auf geringe Abweichungen genau überein. Neben 
diesen Mänusibuddhas haben die nördlichen Buddhisten ferner fünf 
Dhyänibuddhas, „Buddhas der Reflexion", d.h.aus der Reflexion 
hervorgegangene, immaterielle Buddhas, Man glaubte in der nörd 
lichen Kirche später, daß jeder Buddha, der auf der Erde in mensch-
	        
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