Full text: Der russisch-japanische Krieg und die japanische Volkswirtschaft

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war man natürlich nicht in der Lage übersehen zu können, wie lange 
er dauern und welche Kosten er jedes Jahr verursachen würde. 
Zunächst war es der japanischen Regierung gleich möglich, ohne be 
sondere Maßnahmen treffen zu müssen, lediglich auf Grund einer 
kaiserlichen Verordnung vom Dezeinber 1903, die Kriegskosten bis zum 
31. März 1904 im Gesanitbetrage von 156 Millionen Jen decken zil 
können und zwar in folgender Weise: Es wurden 100 Millionen Den 
5 prozentiger Schatzscheine ausgegeben, 25 Millionen Jen ans den 
Spezialfonds entnommen und 31 Millionen Jen aus Vorschüssen der 
japanischen Bank aufgebracht. Im März 1904, nachdem der Ausbruch 
des Krieges erfolgt war, wurde der japanische Reichstag einberufen, 
um über ein ihm vorgelegtes Kriegsbudget zu beraten. Dieser Kriegs 
kostenetat fand mit unwesentlichen Abänderungen sofortige Annahme, 
und dadurch gelangte die Summe von 420 Millionen Jen für die Zeit 
von: April 1904 bis zum Ende des Jahres zu einer budgetmäßig fest 
gesetzten Bestimmung; 380 Millionen Den sollten nur für Kriegs 
zwecke verwandt werden, während der Rest von 40 Millionen als 
Notreservefonds zurückzulegen sei. Die Einnahmequellen, ans denen 
diese Kriegskosten Herflossen, waren die folgenden: 
Ersparnisse aus dem laufenden Etat 48 Millionen Den 
Außerordentliche Steuern 
62 
„ 
„ 
Aus Spezialfonds 
30 
„ 
„ 
Aus Krediten 
280 
„ 
„ 
420 
Die Summe von 62 Millionen Jen außerordentlicher Steuern 
setzte sich aus folgenden Einzelpositionen zusammen, deren Ziffern in 
1000 Jen gegeben sind. 
Erhöhungen bestehender Steuern: 
Grundsteuer 
23936.2 
Einkommensteuer 
5287.3 
Gewerbesteuer 
5036.1 
Alkoholsteuer 
178.4 
Soyasteuer 
1138.9 
Zuckersteuer 
8212.3 
Bergwerksteuer 
79.1 
Börsensteuer 
532.8 
Ausfuhrsteuer auf Sake 
5.3 
Zölle 
2330.6 
Stempelgebühren 
3620.7 
Tabakmonopol 
8466.2 
Neu eingeführte Stenern: 
Steuern auf Wollstoffe 2138.6 
Petroleumsteuer 1238.5 
Insgesamt: 62.201.800 Den.
	        
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