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Setzt man die Steuersummen des Etatsjahres 1903/4 gleich hundert,
so ergibt sich folgendes Anwachsen:
Indirekte Steuern nebst
den Monopolen . .
100
118
148
Direkte Steuern ....
100
141
225
Gesamtsteuer . .
100
126
174
Der prozentuale Anteil jeder Steuerart — direkte oder indirekte —
an der Gesamtsteuersumme jedes Etatsjahres zeigt folgende Verschiebung,
die innerhalb der drei Jahre eine Abnahme der indirekten uub eine
Zunahme der direkten Stenern um jeweils 10°/ o erkennen läßt:
Indirekte Steuern
nebst Monopole °/ 0 .
67
63
57
Direkte Steuern °/ 0 . . .
33
37
43
100 •/„
100 °/o
100 o l 0
Durch diese Besprechung des japanischen Budgets, sowie der Er
örterung der steuerlichen Einnahmen und deren bewirkte Erhöhungen
hat der erste Teil der japanischen Staatsfinanzeu eine genügende
Würdigung erfahren; es erscheint nunmehr angebracht, dem Leser eine
Entwicklung der japanischen Staatsschulden zu geben, uni so das Bild
über die Lage der japanischen Finanzwirtschaft, wie sie durch den Krieg
sich gestaltet hat, zu vervollständigen.
Nach der amtlichen Statistik betrugen am Ende der Jahre 1903
und 1904 die japanischen Staatsschulden in Millionen Jen:
(Tabelle befindet sich ans Seite 45.)
Gleicherweise, wie man in Japan sich bemüht hat, bei den Staats
finanzen unnötige Ausgaben zu vermeiden und durch weise Beschränkung
der notwendigen Bedürfnisse Ersparnisse in großem Stile zu erreichen,
so hat man auch bei den Lokalfinanzen durch sparsame Wirtschaft Über
schüsse erzielt. Durch die Einführung eines besonderen Lehrsystems in
den Schulen hat man einen großen Teil der Ausgaben, welche sonst
die Gemeinden für Erziehungszwecke aufzuwenden genötigt waren, zu
ersparen gewußt. Andere öffentliche Arbeiten, die den Gemeinden große
Kosten verursachen würden, hat man bis zu gelegenerer Zeit aufge
schoben, so besonders den Bau von Straßen, Wegen und Brücken, so
weit dieselben ans Verkehrsinteresse nicht eben dringend notwendig waren.