Full text : Magdeburger Großkaufleute

140

EF

ra

Stiftungen,
verwaltet  von  der  Handelskammer.
Vom  Tage  der  Einweihung  ihres  Hauses  ab  wird  die  Handelskammer  die  gern  erfüllte
Pflicht  haben,  sechzehn  Stiftungen  im  Gesamtbeträge  von  303000  Mk.  zu  verwalten.  Über
den  Zweck  dieser  Stiftungen  gibt  die  Festschrift  über  die  Handelskammer  1876—1906  Ausschluss. ­
  Hier  sollen  uns  nur  die  Personen  kümmern.  Sehen  wir  von  der  Sammelstiftung  ab,
die  übrigens  von  einem  Herrn  Zuckschwerdt,  einem  Nachkommen  des  Georg  Zuckschwerdt
stammt,  so  sind  15  Namen  als  Stifter  oder  wenigstens  als  Personen,  in  deren-  Namen  die
Stiftung  gemacht  wurde,  zu  nennen,  nämlich,  nach  der  Jahreszahl  der  Grundstiftungen  geordnet:
1.1868  Zuckschwerdt,  Hermann  ....  Zuckschwerdt  L  Beuchel-Stiftung.
2.1880  Neubauer  sein,  August  ....  F.  A.  Neubauer-Stiftung.
3.1890Hubbe,  Otto  Gustav  Hubbe-Stistung.
4.1891  Porse,  Wilhelm  Will).  Porse-Stiftung.
5.1897  Morgenstern,  Walter  Morgenstern  L  Co.-Zentenar-Stiftung.
6.1898  Wolf,  Rudolf  R.  Wolf-Stiftung.
7.1899  Tonne,  Gustav,  jun  Gustav  Tonne  sen.-Stiftung.
8.1900  Zuckschwerdt,  Wilhelm  ....  Zuckschwerdt  L  Beuchel-Stiftung  (Erweiterung).
9.1901  Brunner,  Ioh  Johannes  Brunner-Stiftung.
10.1901  Hauswaldt,  Frau,  und  Nachkommen  Wilhelm  Hauswaldt-Stiftung.
11.1902  Schwanert,  Frau  Otto  Schwanert-Stiftung.
12.1905  Hubbe,  Frau  und  Nachkommen  .  OttosHnbbe-Stiftung.
13.1906  Jacoby,  O  Oscar  Jacoby-Stistung.
14.1906  Wernecke,  G  Gustav  Wernecke-Stiftung.
15.1906  Herwige,  Paul  jun  Paul  Herwige  sen.-Stiftung.
Von  deir  hier  genannten  Persönlichkeiten  haben  rvir  die  folgenden  bereits  in  dieser  Schrift
erwähnt:  Hermann  Zuckschwerdt,  Gustav  Hubbe,  Walter  Morgeirstern,  Wilhelm  Zuckschwerdt,
Wilhelm  Hauswaldt  rrnd  Otto  Hubbe.  Von  deir  Stiftungen  von  Parrl  Hennige  jun.,  dem  Airdenken ­
  seines  Vaters,  des  Kommerzienrats  Paul  Hennige  sen.,  M.  d.  H.,  gewidmet  und  von
Gustav  Wernecke  erfahren  wir  soeben  erst.  So  haben  wir  ein  Wort  des  Dankes  an  sie  zu
richten,  die  das  Fest  der  Handelskammer  verschönen.  Ebenso  gilt  unser  Dank  noch  den  übrigen
6  Männern,  die  ihren  Namen  oder  den  ihres  Vaters  durch  eine  Schenkung  inr  Gedächtnisse  der
Nachwelt  zu  erhalten  wünschten.  Es  sind  das  2  Männer,  die  nicht  der  Handelskammer
angehörten,  Porse  und  Schwanert,  und  4  Herren,  die  als  Mitglieder  den  Handelskammer
unter  uns  weilen:  G.  Tonne  und  O.  Jacoby,  I.  Brunner  uird  R.  Wolf.
Wilhelm  Porse,  geb.  am  1.  März  1813,  entstammt  einer  Pastorenfamilie. ­
  Er  war  der  (fünfte)  Sohn  des  Pastors  Porse  zu  Niemegk.  Als  vierzehnjähriger
Waisenknabe  kam  er  nach  Belzig  in  die  Lehre,  als  achtzehnjähriger  Jüngling  nach  Magdeburg
zu  Cuny  Sohn  &  Co.,  wo  er  10  Jahre  lang  „servierte".  Am  1.  April  1841  machte  er  sich,  zusammen ­
  mit  F.  A.  Neubauer  (siehe  daselbst)  selbständig;  doch  zog  er  sich  schon  am  1.  April  1869
aus  dem  Geschästsleben  zurück.  Er  starb  am  10.  März  1891.—  Dies  ist  alles,  was  wir  von

-üt
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.