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kurrenzkampfe der französischen Industrie einen Teil ihres Absatzes ab,
aber nunmehr entwickelte sich die amerikanische Glacegerberei, welche
ein Hauptabsatzgebiet dargestellt hatte, immer lebhafter, so daß, wenn
auch der Konsum an Weiß- und Glaceleder, wie auch an Feinleder
überhaupt, im Lande steigt 4 ), die Aufnahmefähigkeit Nordamerikas
immer geringer wird; als wichtige Importländer erscheinen daneben
noch Österreich, Ungarn und Rußland 2 ).
Die Sämischgerberei ist überhaupt außerordentlich stark zurückgegangen^),
und die Bedeutung der verschiedenen hier in Betracht
kommenden Industriezweige möge die folgende Produktionsstatistik zeigen,
soweit das eben überhaupt auf Grund der amtlichen Statistik möglich
ist, deren Positionen sich mit unseren Einteilungen nicht decken.
Die Produktionsstatistik für das Jahr 1897, veranstaltet vom
Reichsamt des Innern, erstreckt sich nur auf die der Berufsgenossenschaft
angehörige Betriebe, nämlich auf 1467 Betriebe der Gerberei mit
39053 beschäftigten Personen. Nach der Gewerbezählung von 1895
bestanden dagegen noch 6944 Gerbereien mit 43 969 beschäftigten
Personen 4 ).
Sohlleder
58,2 Mill. Mk.
Brandsohl- und Vacheleder
48,4
Oberleder von Rind- und Roßhäuten
50,3
Oberleder von Kalbfellen
61,9
Feinleder
34,4
Handschuhleder
21,7
Sattlerleder
18,6
Leder für technische Zwecke
14,6
Gegerote Abfälle
8,3
Leder verschiedener Art
6,3
Sämischleder
2,2
Nebenprodukte
10,77
Sa. 336,25 Mill. Mk.
Die der Berufsgenossenschaft nicht angehörigen Gerbereien beschäftigten
alle weniger als 10 Personen und arbeiteten ohne motorische Kraft).
8 29. Die gewerblichen Organisationen.
Die gewerblichen Organisationen der Weißlederindustrie fügen sich
so eng in die Organisationen der Lederindustrie überhaupt ein, daß
nur in wenigen Fällen der Name dieser Organisationen ein Vorwalten
von Weißgerbern erkennen läßt. Aus diesem Grunde müssen diese ge-')
Deutsche Gerberzeitung 1906, Nr. 15.
2 ) Deutsche Gerberzeitung 1911, Nr. 21, 22, 24, 28.
s ) Vgl. Ledermarkt 1906, Nr. 66, S. 12. 4 ) Jörissen 1909, S. 162.