Full text : Der Weg zum Sozialismus

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v*r.  Wertvolle  Mengen  von  Rohstoffen  und  ungeheure  Mengen
von  Arbeitskräften  sind  zur  Befriedigung  dieser  Bedürfnisse
vergeudet  worden.  Der  Sozialismus  hat  die  Aufgabe,  die  Arbeit ­
  für  diesen  Luxus  einzustellen,  alle  Luxusbetriebe  stillzulegen ­
  und  dafür  zu  sorgen,  daß  durch  die  Unterdrückung
des  Luxus  die  Lebensweise  der  Allgemeinheit  gehoben  wird.
Wir  denken  beispielsweise  hierbei  an  die  Qualitätsverbesserung ­
  der  notwendigsten  Bedarfsartikel  der  breiten  Masse,  des
Hausgerätes,  des  Hausschmuckes,  an  die  Errichtung  großer
Gebäude,  die  der  Geselligkeit  dienen  und  der  Kunst  Gelegenheit ­
  geben,  sich  aus  einer  Spielerei  der  herrschenden
Klasse  in  eine  wirkliche  Volkskunst  zu  verwandeln.  Wir
denken  ferner  an  die  Umwandlung  der  mondänen  Vergnügungsstätten ­
  der  oberen  Zehntausend,  wie  Seebäder  und  Luxushotels ­
  in  den  Bergen  in  wirkliche  Volkserholungsstätten,
Weiter  hat  der  Sozialismus  die  Aufgabe,  jede  Verschleuderung ­
  von  Arbeitskraft  und  Rohstoffen  zu  verhindern,  die
durch  die  Zerstückelung  des  ganzen  Wirtschaftsapparates  und
durch  die  Beibehaltung  unrentabler  Maschinen  und  Betriebe
verursacht  wird,  also  Beseitigung  aller  rückständigen  Produktionsmethoden ­
  und  Aufhebung  der  Betriebe,  die  nicht  mit  den
besten  Maschinen  ausgerüstet  sind,  die  vollkommene  Erfassung
aller  Arbeitskräfte  und  ihre  Einordnung  in  die  Produktion
und  die  Hebung  der  Zeugungskraft  der  Arbeit.  Gerade  ein
Verweilen  bei  dem  letzten  Punkt  dürfte  angebracht  sein,  weil
es  uns  eine  Reihe  von  Winken  für  die  nächsten  Aufgaben
der  Arbeiterklasse  während  der  Revolution  erbringen  kann.
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Veredelung  der  Abeitskraft.
Die  sozialistische  Wirtschaftsweise  kann  di©  Leistungsfähigkeit ­
  des  Einzelnen  steigern  und  veredeln  in  einem  Maße,
das  der  Kapitalismus,  der  kurzsichtig  den  Augenblickserfolg
erstreben  möchte,  niemals  erreichen  konnte.  Bei  unserer  modernen ­
  Technik  ist  das  Problem  der  Arbeit  in  erster  Linie
ein  Problem  der  Bildung,  und  zwar  ebenso  in  der  Landwirtschaft. ­
  wie  in  der  Industrie.  Unter  dem  Kapitalismus  stößt
das  Bildungsstreben  der  Masse  auf  unüberwindliche  Schranken.
Alle  Versuche,  in  der  kapitalistischen  Gesellschaft  auch  nur
die  Einheitsschule,  das  Ideal  der  liberalen  Schulmeister
durehzusetzen,  sind  zum  Scheitern  verurteilt.  Sie  würden  nur
das  sogenannte  geistige  Proletariat  vermehren  und  dadurch
diese  Schicht  von  Kulturträgern  entnerven.  Der  Kapitalismus
ist  nicht  imstande,  den  unglückseligen  Gegensatz  von  Kopfund
  Handarbeitern  anfzuheben.  Er  muß  teilen,  um  zu  herrschen. ­
  Er  braucht  die  stumpfe  Maschine:  Arbeiter,  er  braucht
            
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