Full text : Hundert Jahre J.P. Bachem, Buchdruckerei, Verlagsbuchhandlung, Zeitungsverlag

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M  3,60  vierteljährlich,  vom  3.  Mai  1915  ab  wurden  die  Sätze
auf  M  1.50  und  M  4.50,  am  2.  Januar  1916  auf  M  1.75  und  M  5.25
erhöht.  Der  Preis  für  die  einzelne  Nummer  von  15  Cts.  oder  12  Pfg.
wurde  am  3.  Mai  1915  auf  10  Pfg.  ermäßigt.  Auch  durch  die
Post  kann  die  Auswahl-Ausgabe  zum  .Vierteljahrspreise  von
M  6.75  bezogen  werden.
Die  Schriftleitung  dieser  Ausgabe  besorgten  von  Anfang  an
bis  zum  10.  März  1915  Karl  Henkel,  der  dann  zur  militärischen
Dienstleistung  eingezogen  wurde,  vom  11.  März  1915  Dr.  E.
H  e  m  m  e  r  1  e,  vom  29.  April  bis  27.  Mai  1915  wieder  Karl  Henkel
und  seit  dem  28.  Mai  1915  Jos.  Geisen  (geh.  1873  in  Schillingen
bei  Hermeskeil  im  Hochwald).
Infolge  der  Einführung  des  Rotationsraaschinenbetriebs  im  September ­
  1887  konnte  auch  ein  Jahrzehnte  alter  Plan  von  Jos.  Bachem,
die  Gründung  eines  Lokalblattes,  verwirklicht  werden.  Der  am
8.  Oktober  1887  mit  einer  Probenummer  und  seit  dem  14.  täglich
Q ls  Anzeigenblatt  vormittags,  vom  1.  Januar  1905  ab  als  Abendblatt ­
  erscheinende  „KölnerLocal-Anzeiger“  sollte  einerseits
die  Zentrumspolitik  in  Köln  in  den  breitesten  Kreisen  kräftig
vertreten,  andererseits  die  KV  von  den  nur  örtliche  Bedeutung
beanspruchenden  Berichten  entlasten.  Unter  der  sehr  geschickten
Leitung  von  Peter  Brendgen,  eines  Kölners,  der  bis  zu  seinem
Tode  (21.  März  1904)  der  einzige  Schriftleiter  des  Blattes  war,
erfüllte  es  seine  Aufgaben  in  trefflichster  Weise,  und  wenn  die
Kölner  Zentrumsstadtverordneten  seit  dem  Jahre  1903  gegenüber
den  Liberalen  die  Mehrheit  errangen,  so  war  das  nicht  zum
wenigsten  ein  Verdienst  des  Blattes.
Als  Schriftleiter  folgten  Josef  Bestler,  der  vom  15.  März  1904
bis  1.  Oktober  1913  das  Blatt  leitete,  und  Max  Horndasch
(geb.  1883  in  Würzburg),  der  schon  seit  dem  1.  März  1906  an  der  KV
und  dem  LA  tätig  war.  Seit  dessen  militärischer  Einberufung  zu
Beginn  des  Krieges  zeichnete  Heinrich  Müller  (geb.  1886  in
Kalk),  der  am  1.  Juli  1912  eingetreten  war,  als  verantwortlich.
Seit  1.  Oktober  1913  war  noch  ein  Kölner,  Dr.  Waninger
(geb.  1889),  in  der  Schriftleitung  des  LA  tätig,  der  gleichfalls
einberufen  wurde  und  am  24.  Oktober  1915  bei  Illuxt  vor  Dünaburg ­
  sein  junges  Leben  dem  Vaterlande  opferte.  Von  der  KV-Schriftleitung
  half  Anton  Wolf  beim  LA  und  Paul  S  a  u  p  e  (geb.
1873  in  Döbeln  in  Sachsen)  wurde  mit  hinzu  berufen.
100  Jahre  J.  P.  Bachem.

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