bei, welche die Durchîuhr über unseren Haîen im Vergleich
mit anderen Seehafen genieBt:
a) Miete für Wagendecken in Belgien 2 Fr. ohne Rücksioht auf Ent-
fernungen; der deutsche Tarif ist zwei- bis dreimal so hoch. b) Zuschlage
für Zeitversâumnis von Eisenbahnwagen; in Deutschland sind diese Zu-
schlâge ziemlich betrâchtlich und werden in der Regel strenge erhoben;
in Antwerpen betragen sie kaum die Hâlfte davon und werden obendrein
in den meisten Fâllen nicht erhoben, ausgenommen, wenn es sich um
deutsche Wagen handelt, für welche der belgische Staat selbst den Zu-
schlag an die auslândische Verwaltung zu entrichten hat. c) Trotz der
Abstânde werden die Wagen den Empfângern oder Abladern kostenlos
auf den Kai oder in den Binnenhafen gebracht; in anderen Hâfen werden
besondere Gebühren für diesen Dienst erhoben, oder diese in den Tarifen
mit einbegriffen.
In dem BewuGtsein, daB die Opfer, die er sich auferîegte,
Früchte tragen würden, hat der Staat demnach auf diesem
Gebiete ailes Môgliche getan, um den Haîenverkehr auf ein
HôchstmaB zu bringen. 12 )
Verbesserung der Verbmdungswege zwischea Antwerpen
und seinem iremden Hinterland.
Das Netz der belgischen Binnenschiffahrtswege, das eine
Gesamtlânge von 1978 km erreicht, trâgt aucli sein en Teil zu
einer bequemeren Verbindung mit Antwerpen bei, Freiîich
haben diese Wasserwege seit der Anlage von Eisenbahnen,
deren Überlegenheit als Transportmittel anerkannt wird, ihre
aîlgemeine Bedeutung gegen früher in gewissem Grade ein-
gebüBt, ja, man hat selbst bei uns den Bau neuer Kanale
bekampft und die ausschlieBliche Benützung der Eisenbahn
für den Verkehr der Zukunft verkündigt. 13 )
Tatsache ist auf jeden Faîl, daB diese Wasserwege zur
Zeit noch einen wichtigen Faktor im Handel unseres Hafens
bilden, sowohl mit dem In- aïs mit dem Ausland; vor allem
spielen sie eine hochbedeutende Eolle in unseren Beziehungen
zum rheinischen Hinterland. Auch hat man, seitdem Holland
1867 die Oosterschelde durch den Damm seiner Eisenbahn
nach Vlissingen absperrte und uns dafür den Kanal von Zuid-
12 ) Die belgische Eisenbahnverwaltung batte überdies in den wich-
tigsten Landern handelskundige Vertreter, deren Hauptaufgabe daria
bestand, den Durchfuhrhandel nach Moglichkeit zu fordern.
13 ) De Leener, La politique des transports, p. 147,