Full text : Die Bodenreform im Lichte des humanistischen Sozialismus

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Die  Bodenreform  im  Lichte  des  Freihandels.

auf  dem  Grundbesitze  ruhen,  gemindert  sind,  hat  es  unseres
Erachtens  einen  Sinn,  die  Beleihung  des  Bodens  auf  Staatsund ­
  Provinzialbanken  gesetzlich  zu  übertragen.  Bereits
heute  vom  Staate  zu  verlangen,  den  Boden  nach  Abschätzung
zu  kaufen  oder  mit  allen  Schulden  das  gesamte  Hypothekenmonopol ­
  zu  übernehmen,  heißt  ihn  dem  Bankerott  zugunsten
der  verschuldeten  Grundbesitzer  und  der  Kapitalisten  zusteuern. ­
  Nun,  so  töricht  wird  die  Nation  nicht  sein,  und
sich  eine  Assignaten  Wirtschaft,  welche  der  französischen
vor  der  großen  Revolution  verzweifelt  ähnlich  sähe,  aufbinden ­
  lassen.  Mögen  diejenigen,  welche  es  angeht,  den
Rückgang  der  in  die  Höhe  getriebenen  Monopolrente  selbst
tragen!  Für  uns  genügt  es,  zu  wissen:  der  arbeitsame
Bauer  wird  über  den  Rückgang  der  Grundrente  nicht  zugrunde ­
  gehen.  Möge  deutsche  Ehrlichkeit  den  rechten  Weg
finden,  welcher  zum  Heile  führt!  Um  einen  Übergang  zu
gewinnen,  könnte  man  nach  Betreten  der  Freihandelsbahn
schon  von  einem  bestimmten  Zeitpunkte  an  für  alle  neuen
Hypotheken  das  Staatsmonopol  einführen!
Wenn  sich  so  durch  Beseitigung  der  arbeitslosen  Einkommen ­
  die  Produktion  und  der  Konsum  heben  werden,
wird  auch  das  Vertrauen  in  alle  Kreise  zurückkehren,  welches
heute  durch  die  fortwährenden  Geschäftskrisen  und  den
andauernden  Niedergang  tief  erschüttert  ist.  Dann  wird
auch  das  Genossenschaftswesen,  das  heute  in  seinen  schwachen
Zweigen  gegenüber  den  kapitalistischen  Aktiengesellschaften
■einen  schweren  Stand  hat,  neue  Blüten  treiben  und  unter
seinem  schützenden  Dache  Millionen  tätiger  und  selbstbewußter ­
  Arbeiter  glücklich  sehen.
Freilich  wird  es  noch  ein  langer  Weg  sein,  ehe  die  Arbeiter
in  freien  Produktivgenossenschaften  ihre  eigenen  Arbeitgeber
sein  werden!  Welche  Mühe  wird  es  noch  kosten,  die  bisherige, ­
  durch  die  soziale  Lage  verschuldete  Unwissenheit
breiter  Schichten  auszugleichen!  Darum  sind  alle  jene
            
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