fullscreen: Hansische Beiträge zur deutschen Wirtschaftsgeschichte

II. Der Markt von Lübeck 
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ANMERKUNGEN ZU Il: DER MARKT VON LÜBECK 
') Paul Rehme, Das Lübecker Oberstadtbuch, 1895, S. 261. 
?) Für die Jahre 1284—1315 belief sich die Zahl der früher vorhandenen Eintragungen 
auf etwa 6200—6300. Für die Jahre 1310—1313 ist mit dem Verlust von etwa 3 Lagen 
zu rechnen; kleinere Verluste sind bei 1295 und 1300 wahrscheinlich. Auch sonst ist im 
7.St.B. mit dem Verlust von Einzellagen zu rechnen. Rehmes Urteil (a. a. O. S. 13) 
lautet zu günstig. 
3) Vgl. über ihn Ztschr. des Vereins für Lüb. Gesch, und Altertumskunde I, S. 413ff. 
‘) Für die Blocks I—VI der Karte, also das Gelände des heutigen Postgebäudes, habe 
ıch Korrekturen solcher Art in meinem Aufsatz: Zur Bau- u. Wirtschaftsgesch. d. Lübecker 
Marktes 2 (Mitt. d. Vereins f. Lüb. Gesch. u. Altertumskunde 14, S. 135ff.), S. 136 
zusammengestellt. In der Folge zitiere ich: Zur Baugeschichte 1 = Mitt. 13, S. 3ff.; 
Zur Baugeschichte 2 = Mitt. 14, S. 135ff, 
5) Anträge des Senats an die Bürgerschaft (Drucksachen 1881), Kartenanlage zu S. 90. 
5 W. Brehmer, Ztschr, d. Vereins f. Lüb. Gesch. V, S. 226. — In der Karte sind 
die Frontlinien der Blocks I—VI sowohl nach dem Markt wie nach dem Schüsselbuden, 
bei Block VI auch nach dem Düsteren Krambuden hin, der Karte von 1882 gegenüber 
>twas zurückgelegt, weil die später zu Häusern umgebauten Marktbuden durch Vor- 
bauten sich verbreitert hatten. Für Block VI habe ich diesen Vorgang in einer genauen 
Kartenskizze erläutert (Zur Baugeschichte 2, S. 137). Sehr interessant ist es, aus den mit 
Aufrissen versehenen Akten des Lübecker Baupolizeiamts zu entnehmen, wie diese Vor- 
auten entstanden. So hatte das Grundstück 225 (Block V) nach dem Schüsselbuden 
zu ursprünglich einen unsichtbaren, nach der Straße vorgeschobenen Keller, Als diese 
Bude zu einem Hause umgebaut wurde, hatte man außerdem das erste Stockwerk mit 
einer schrägen Balkenstütze fast 1% m über die alte Front der ehemals einstöckigen 
Bude vorgekragt. Nun erhielt 1866 der damalige Eigentümer die Erlaubnis, von dem 
vorgeschobenen Keller aus eine neue Frontmauer auch für das Erdgeschoß zu errichten, 
die mit der Frontmauer des ersten Stocks in einer Ebene lag. Damit war die Front 
hier fast 1% m nach der Straße zu vorgerückt. — Das Nachbargrundstück 226 
war damals bereits ebenso weit vorgezogen. — Für das Grundstück 227 (Block III) 
läßt der den Akten beigefügte Plan erkennen, daß auch hier die neue Hausfront auf 
zinem vorgebauten alten Keller aufgeführt wurde; der Raumgewinn nach dem Schüssel- 
Juden zu betrug hier sogar 2,20 m. — Diese Akten liegen noch bei der Behörde und sind 
nach Straßen und Hausnummern geordnet. — Da auch bei den anderen Blocks das 
allmähliche Vorrücken der Frontlinien möglich, ja wahrscheinlich ist, so mögen die in der 
Karte eingezeichneten Flächen der Blocks hier und da etwas zu groß ausgefallen sein. 
') Für die Blocks XIV und XV vgl. Rörig, Zur Baugeschichte 1; für VI, Zur Bau- 
geschichte 2. 
3) Zur Anordnung der 4 Reihen der Verkaufsstände der Knochenhauer vgl. Grau- 
toff, Die lüb. Chroniken Bd. I, S. 491: 1384 werden die mittleren 2 Reihen vom Rat 
antfernt, das aufrührerische Amt auf die Hälfte der Mitglieder verringert. Später zu 
Dehandelndes, neu aufgefundenes Quellenmaterial bestätigt vollauf Reimar Kocks 
Darstellung. Die nach Schätzung wiedergegebenen Maße der einzelnen Bäckerverkaufs- 
plätze (XIII) sind vermutlich etwas zu groß ausgefallen: die einzelnen Gruppen werden 
einen kleineren Raum eingenommen und zwischen sich breitere Durchgänge gehabt 
haben, 
?) Zur Baugeschichte 2, S. 148f.; in Abschnitt III dieser Untersuchung ist wesentliches 
1eues Material enthalten, das die a. a. O. vorgetragene Annahme bestätigt. 
10) Vgl. Wetteprotokolle 1684, Mai 24, u. 1692, Aug. 20 (St.A. Lübeck). 
1) Darüber unten in Abschnitt II, 
2) Zur Baugeschichte 1 und 2.
	        
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