thumbs: Die Social-Demokratie

Quelle alles Elends. 
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Verständniß besitzen, eine solche vielmehr nur mit einem „ho 
merischen Gelächter" (Bolksstaat 1875, 17) aufzunehmen 
pflegen. Nach socialistischer Logik muß dieser Satz umgestellt 
werden, da alles, was an dem Menschen schlecht ist, aus 
schließlich als das Produkt schlechter socialer Zustände gilt. 
Mit offenem Hohne weist der „N. Soc.-Demokrat" (1873, 
9) die Aufforderung, den Arbeitern ins Gewissen zu reden, 
als eine grenzenlose Unverschämtheit znrück. Er schreibt: 
„Es geht die grenzenlose Unverschämtheit so weit, daß 
„kürzlich ein Bourgeoisblatt sich wüthend darüber stellte, daß 
„der „N. Soc.-Demokrat" niemals den Arbeitern ins Ge 
wissen redete, das „Schnapstrinken," „Blaumachen," 
„das „Tanzen" und sonstige „Ueppigkeiten" zu lassen, und 
„statt dessen hübsch fleißig und genügsam zu sein." — — 
„Die Moralpredigten in der heutigen Gesellschaft sollen 
„die Arbeiterklasse nur bewegen, sich selbst zu kasteien, um 
„der Kapitalmacht um so größeren Nalib zu gewähren. Nim- 
„mermehr soll es uns darum einfallen, das Bolk zu bereden, 
„einen einzigen Genuß fahren zu lassen." 
Bei solchen Lehren über die Beschaffenheit des Menschen 
begreift es sich völlig, warum die Social-Demokratie alle 
9ļoth, alles Elend, alle Berbrechen mtb Laster, ja sogar die 
Krankheiten ans den socialen Zuständen ableitet. Sie thut 
dies mit einer Konsequenz und Beharrlichkeit, die nur in der 
grundlegenden Bedeutung der grob materialistisch-anthropolo 
gischen Lehren für den Socialismus ihre Erklärung finden. 
Die Belege für dieses socialistische Dogma sind so zahlreich 
— so oft von Noth, von physischem und moralischem Elend 
in der socialistischen Presse die Ncde ist, wird auch dieses 
Dogma gepredigt — daß wir nur einige, die lins gerade 
zur Hand sind, herausgreifen wollen.
	        
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