Full text : Logik des Geldes

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Erstes  Kapitel.  Methodologie.

theorie  als  zu  völliger  Unfruchtbarkeit  verdammt  hinstellen.
Die  Kategorien,  in  denen  wir  Menschen  uns  »das  Geld«  vorstellen, ­
  sind  denn  doch  nicht  so  absolut  gleichartige.  Die
Probleme  sind  auch,  ihrer  Natur  nach,  keine  mathematischen.
Gerade  hierin  liegt  einer  ihrer  Reize,  und  hierin  für  den
Schriftsteller  die  Möglichkeit,  auch  noch  heute,  bei  aller  Ehrfurcht ­
  vor  den  Leistungen  der  Vergangenheit,  einen  eigenen
Beitrag  zur  Lehre  vom  Gelde  zu  liefern.  Wenn  auch  wir  diesen
Anspruch  erheben,  so  sind  wir  uns  bewußt,  daß  es  nur  wenige
Gesichtspunkte  sind,  auf  die  wir  in  dieser  Abhandlung  aufmerksam ­
  machen  möchten.  Es  handelt  sich  zunächst  um  das
»Problem  des  Endes«,  das  in  der  uns  bekannten  Literatur
nicht  behandelt  worden  ist.  Gewiß  bildet  der  Inhalt  unserer
Erörterung  darüber  allein  noch  keine  vollständige  Theorie
des  Geldes,  wohl  aber  sollte  eine  derartige  Erörterung
unseres  Erachtens  jeder  Geldlehre  als  logische  Grundlage
dienen.
Wie  jede  Geldtheorie  bedarf  dann  die  unsere  auch  alter,
bereits  bekannter  Elemente.  Die  Sache  liegt  hier  folgendermaßen: ­
  Die  Frage  nach  dem  Wesen  des  Geldes  hat  zu  drei
Gruppen  von  Theorien  geführt.
Da  sind  erstens  die  Vertreter  einer  Auffassung,  die  man
heute  allgemein  mit  dem  Namen  »Knapp«  in  Verbindung
bringt,  (obwohl  dieser  Standpunkt  z.  B.  schon  100  Jahre
früher  und  im  Laufe  des  19.  Jahrhunderts  öfter  ebenso  deutlich ­
  wie  dann  von  Knapp  vertreten  worden  ist).  Man  nennt
diese  Autoren  mit  Knapp  »Nominalisten«.  Es  gibt  dann
zweitens  Vertreter  einer  anderen  Geldauffassung,  die
»Metallisten«.
Wir  glauben  nun  zeigen  zu  können,  daß  ein  dritter  Standpunkt ­
  existiert,  der  zwischen  jenen  beiden  Richtungen  die
Mitte  hält  und,  die  wahren  Erkenntnisse  beider  in  sich  vereinigend, ­
  über  sie  hinausdeutet.  Dieser  dritten  Auffassung
            
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