Full text : Die Entwickelung zum Socialismus

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oder  Schnapsfabricanten  und  wie  sie  sonst  alle  heissen,
auf  zwingen.
Wenn  sich  eine  oder  die  andere  dieser  Industrieen
dagegen  in  den  Händen  des  Staates  befindet,  so  kann
er  beim  Einkauf  der  Rohmaterialien,  einen  bedeutenden
Einfluss  auf  den  Preis  der  Producte  und  die  Arbeitsbedingungen ­
  der  Producenten  ausüben.
Dieser  Einfluss  bedeutet  sicherlich  eine  erhebliche
Gefahr,  wenn  die  öffentliche  Gewalt  in  den  Händen  einer
Coterie,  einer  Partei  oder  einer  Classe  liegt;  wenn  sie
aber  umgekehrt  das  Allgemeinwohl  im  Auge  hat,  dann
kann  sie  für  die  Producenten  der  Rohmaterialien  ausserordentlich ­
  günstige  Wirkung  haben.
In  der  Schweiz  leistet  z.  B.  die  Verwaltung  des  Alkoholmonopols ­
  —  die  man  deshalb  sehr  ungerechter  Weise
beschuldigt  hat,  sie  treibe  eine  „Kartoffelwahlpolitik“*)
—  armen  Cantonen  sehr  erhebliche  Dienste,  indem  sie
zur  Destillation  die  von  jenen  gebauten  Kartoffeln  benutzt,
anstelle  von  Mais  und  anderen  ausländischen  Cerealien,
die  die  Privatdestillateure  früher  verwendeten.
In  Frankreich  vermeidet  man,  dank  der  Einrichtung
des  Tabakmonopols,  das  nach  der  Grösse  des  Verbrauches
die  Grösse  des  Anbaues  regelt,  die  Ueberproduction,  die
Unstetigkeit  des  Preises  und  die  schweren  Krisen,  unter
denen  in  diesen  letzten  Jahren  die  belgischen  Tabakbauern
so  ¡erheblich  zu  leiden  hatten.  Wie  ¡Adolph  Wagner  schreibt,
wird  der  geerntete  Tabak  von  der  Regieverwaltung  aufgekauft ­
  und  zwar  zu  Preisen,  die  der  Finanzminister  im
voraus  für  die  verschiedenen  Tabaksqualitäten  festsetzt.
Auf  diese  Weise  erzielt  der  Pflanzer  nicht  nur  einen  auskömmlichen ­
  Preis,  sondern  auch  einen  von  Jahr  zu  Jahr
fast  gleichbleibenden.  Er  gewinnt  somit,  —  und  darin  besteht
ein  Hauptvorzug  dieses  Verfahrens  vor  dem  „freien  Handel

*)  D  r  o  z  :  Essais  économiques.  Le  monopole  de  l’aîcool
en  Suisse  (Paris,  Alcan,  1896),  pag.  577.
            
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