teilung oder wenigstens dem Verkauf zum Selbstkostenpreis
zu nähern. Wo immer dagegen die monopolisierten
Industrieen ihren capitalistischen Charakter bewahrt haben,
da wird die Erhöhung der Preise zu einer directen
Schädigung des Publicums oder der Producenten, die von
diesen Industrieen abhängen.
In Paris liefert z. B. die Gasgesellschaft — deren
Monopol der von den Kleinbürgern neu gewählte Stadtrat
zweifellos erneuern wird*) — das Leuchtgas zum Preise
von 30 Centimes für den Kubikmeter, während die Consumenten
in den englischen Städten den städtischen Gasfabriken
nur 8—10 Centimes bezahlen.
Die Nachteile der Monopolisierung und die Vorteile
der Socialisierung in Hinsicht auf Preise und Tarife erreichen
natürlich ihren Höhepunct dann, wenn es sich um
solche Industrieen handelt, von denen alle anderen abhängig
sind, wie z. B. die Bergwerksindustrie und die
Transporteinrichtungen.
Wir sind die ersten, die zugeben, dass der Betrieb
der Staatsbahnen wie er z. B. in Belgien oder in Deutschland
organisiert ist, zu vielen und gerechten Kritiken Anlass
giebt. Aber sowohl in Hinsicht auf die Tarife, als
auch in Hinsicht auf die der Industrie im allgemeinen
bewilligten Vorteile, ist er unzweifelhaft dem Privatbetrieb
der Eisenbahnen überlegen. Mit Recht constatierte die
Botschaft des schweizerischen Bundesrates,**) die denRückkauf
der Eisenbahnen empfahl, dass die Privatgesellschaften
vor allen Dingen die guten Linien ausbeuten
und sich beim Bau und Betriebe der unrentablen auf
das Allernotwendigste beschränken. Manchmal leisten sie
nur eben das Minimum, das in den Concessionen vorge-*)
Sie bietet nur eine Ermässigung des Gaspreises auf
22 Centimes an, wenn ihr die Concession verlängert wird. Ueber
die Unsummen, die die Gesellschaft bei einem solchen Geschäft
verdienen würde, siehe Charnay: L’éclairage au gaz à Paris
(Revue socialiste, Juni 1899, pag. 704 ff.)
**) a. a. O., pag. 34 ff.