Full text: Die Nationalökonomie in Frankreich

Die christlichen Sozialisten 
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unterstützen, vor allem aber kollektive Arbeitsvertrüge mit den 
Unternehmern schließen. Dem Gesetz obliegt es, dieselben mit 
allen notwendigen Garantien zu umkleiden. Ferner sollen durch 
Gesetzesspruch ständige Kommissionen, aus Arbeiter- und Unter 
nehmerdelegierten zusammengesetzt, geschahen werden, welche 
die Arbeitsbedingungen regeln und Arbeitskonflikte verhindern. 
Die Gewerkvereine werden auch für die berufliche Ausbildung 
der jungen Arbeiter zu sorgen haben, ja, späterhin selbst gegen 
über den Konsumenten Garantien für die Unschädlichkeit der 
Fabrikate übernehmen müssen. In noch fernerer Zukunft end 
lich soll ihnen die Möglichkeit geboten werden, sich in Produk 
tivgenossenschaften zu organisieren und die Produktionsmittel in 
ihre eigene Regie zu übernehmen. Selbst für das politische 
Leben eröffnen sich aus dieser berufsständigen Gliederung neue 
Ausblicke. Ein Senat, zusammengesetzt aus den Vertretern der 
Gewerkvereine und Produktivgenossenschaften, der ökono 
mischen Problemen und nicht politischen Kämpfen sein Augen 
merk zuwendet, mag die Stelle der heutigen politischen Ver 
tretungskörper einnehmen und uns von nichtigen und zugleich 
verheerenden Parteikämpfen befreien. " 
„Um diesem Endziel den Weg zu bahnen, fordern die 
christlichen Sozialisten zunächst die Ausbildung einer Kredit- 
organisation zur Beförderung der Produktivgenossenschaften; 
ferner die oben erwähnte Schaffung von Kommissionen zur 
Festlegung der Arbeitsbedingungen; sie fordern ferner die An 
erkennung der Rechtsfähigkeit der Berufsvereine, um diesen jede 
Wirksamkeit, vor allem aber den Erwerb industriellen Eigen 
tums und Bildung von Produktivgenossenschaften zu erleichtern. 
Unsere Partei erstrebt ferner Begünstigungen aller Verbindungen 
der Gewerkvereine selbst über die Landesgrenzen hinaus; ja 
überhaupt berühren wir uns gerade in dieser Linie mehr als 
in jeder anderen mit den Bestrebungen der anderen sozia 
listischen Gruppen, denn auch wir sind, schon aus dem Geiste 
der katholischen Kirche heraus, durchaus international ge 
sinnt.“ 
Die Darstellung des Jesuiten Antoine beginnt mit einer 
philosophischen Definition der Demokratie. „Die Demokratie,“ 
sagt er, „ist in ihrem wesentlichen Begriff eine Organisation der 
Gesellschaft, in welcher alle sozialen, juridischen und wirf-
	        
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