Full text: Die Nationalökonomie in Frankreich

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Der Interventionismus an den Universitäten 
Noch mehr: nur vom Standpunkt der Privatwirtschaft ist der 
Gebrauchswert vom subjektiven oder Seltenheitsmoment be 
stimmt; volkswirtschaftlich ist er rein objektiv 1 ). Um den 
Tauschwert auch aus der Arbeit zu erklären, greift Gauwes 
zu Bastiat: „Die beim Tausch im Konkurrenzsystem hinge 
gebenen Dinge haben den Wert der Anstrengung, welche man 
machen müßte, um sich die Dinge zu verschaffen, deren man 
bedarf. Ihr Wert ist also die Summe der dem Käufer ersparten 
Arbeit 2 )“. Prinzip und Maß des Tauschwertes ist die dem 
Käufer ersparte Arbeit, aber durch das Spiel der Konkurrenz 
werden geleistete Arbeit (Produktionskosten) und ersparte Arbeit 
tatsächlich gleichwertig. „Im Konkurrenzsystem wiegen sich 
zwei Tendenzen auf. Die eine, welche den Wert in Proportion 
zu dem dem Käufer geleisteten Dienst zu stellen strebt, die 
andere, welche den Wert auf das Niveau der vom Produzenten 
geleisteten Arbeit zurückzuführen und festzuhalten bestrebt ist. 
Der natürliche Wert beim Tauschen im Konkurrenzsystem ist den 
Produktionskosten proportional; diese sind das Äquivalent der 
dem Käufer ersparten Arbeit“ 3 ). Hierin besteht das Gesetz des 
normalen Wertes, das Bastiat erkannt hatte und das der distribu 
tiven Gerechtigkeit entspricht 4 ). Die Verbindung mit dem sub 
jektiven Wertmomente wird schließlich durch Gleichsetzung der 
Quantität der ersparten Arbeit mit der Intensität des Begehrens 
wieder angeknüpft 5 ). Man wird es begreiflich finden, daß 
Gauwès von solcher Werttheorie selbst unbefriedigt bleibt. 
Das Hauptverdienst von Gauwès ist, als erster die histo 
rische, realistische und interventionistische Nationalökonomie in 
Frankreich importiert zu haben. Von Courcelle-Seneuil 
und Maurice Block ist er leidenschaftlich bekämpft worden. 
1) „Die Österreicher,“ schreibt Gauwès, „lassen den Gebrauchswert von 
der Seltenheit oder Ungenügendheit eines Gutes in bezug auf die zu befriedigen 
den Bedürfnisse abhängen. Das ist, wenigstens vom Standpunkt der Volkswirt 
schaft, nicht richtig: ein Ding hört nicht deswegen ans, ein Gut zu sein, weil 
es im Überfluß vorhanden ist. Nur vom Standpunkt der Privatwirtschaft steht 
die Intensität des Begehrens und folglich der Gebrauchswert im umgekehrten 
Verhältnis zu den vorhandenen Gütermengen.“ ibid. Bd. I, p. 264. 
2 ) ibid. Bd. I, p. 311. 
3 ) ibid. Bd. I, p. 304 ff., p. 311. 
4 ) ibid. 
5 ) ibid.
	        
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