Full text: Der Produktionsprozeß des Kapitals (1.1928)

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Vierter Abschnif 
womit sich die Spindel dreht, oder der Anzahl Schläge, die d% 
Hammer in einer Minute austeilt. Manche jener kolossalen Hämm® 
geben 70 Schläge, Ryders Schmiedepatentmaschine, die Damp} 
hämmer in kleineren Dimensionen zum Schmieden von Spindel 
anwendet, 700 Schläge in einer Minute. 
Die Proportion gegeben, worin die Maschinerie Wert auf das 
Produkt überträgt, hängt die Größe dieses Wertteils von ihr# 
eigenen Wertgröße ab.!!° Je weniger Arbeit sie selbst enthält, dest 
weniger Wert setzt sie dem Produkt zu. Je weniger Wert abgebend 
desto produktiver ist sie und desto mehr nähert sich ihr Dienst der 
der Naturkräfte. Die Produktion der Maschinerie durch Maschine“ 
verringert aber ihren Wert, verhältnismäßig zu ihrer Ausdehnulf 
und Wirkung. 
Eine vergleichende Untersuchung der Preise handwerks- ode! 
manufakturmäßig produzierter Waren und der Preise derselbe 
Waren als Maschinenprodukt ergibt im allgemeinen das Resulta! 
daß beim Maschinenprodukt der dem Arbeitsmittel geschulde!‘ 
Wertbestandteil relativ wächst, aber absolut abnimmt. Das heißt 
seine absolute Größe nimmt ab, aber seine Größe im Verhältnis zuß 
Gesamtwert des Produkts, zum Beispiel eines Pfund Gar® 
nimmt zu.421 
* 1220 Der in kapitalistischen Vorstellungen befangene Leser vermißt hie 
natürlich den „Zins“, den die Maschine, im Verhältnis ihres Kapitalwert® 
dem Produkt zusetzt. Es ist jedoch leicht einzusehen, daß die Maschin®: 
da sie so wenig als irgendein anderer Bestandteil des konstanten Kapital 
Neuwert erzeugt, keinen solchen unter dem Namen „Zins‘‘ zusetzen kan? 
Es ist ferner klar, daß hier, wo es sich um die Produktion des Mehrwerle 
handelt, kein Teil desselben unter dem Namen „Zins“. von vornher®® 
vorausgesetzt werden kann. Die kapitalistische Rechnungsweise, die g 
den ersten Bliek abgeschmackt und den Gesetzen der Wertbildung wide? 
sprechend scheint, findet im dritten Buch dieser Schrift ihre Erklärung: 4 
21 Dieser von der Maschine zugesetizte Wertbestandteil fällt absoll 
und relativ, wo sie Pferde verdrängt, überhaupt Arbeitstiere, die DUF al 
Bewegungskraft, nicht als Stoffwechselmaschinen benutzt werden. Nebenb® 
bemerkt, Descartes mit seiner Definition der Tiere als bloßer Maschin® 
sieht mit den Augen der Manufakturperiode im Unterschied zum Mitte! 
alter, dem das Tier als Gehilfe des Menschen galt, wie später wieder de 
Herrn v. Haller in seiner „Restauration der Staatswissenschaften“. De 
Descartes ebenso wie Baco eine veränderte Gestalt der Produktion W 
praktische Beherrschung der Natur durch den Menschen als Resultat ie 
veränderten Denkmethode betrachtete, zeigt sein „Discours de la Methode 
wo es unter anderm heißt: „Es ist möglich (durch die von ihm in ds 
Philosophie eingeführte Methode), zu Kenntnissen zu gelangen, die für 0 
Leben sehr nützlich sind, und im Gegensatz zu jener spekulativen Phil? 
sophie, die man an den Schulen lehrt, erlaubt sie, aus ihnen praktisch 
Vorteile zu ziehen: wenn wir die Kräfte und die Wirksamkeit des Four 
des Wassers, der Luft, der Gestirne und aller andern Objekte unser 
Umgebung so genau kennen lernten, wie wir die Beschäftigungen unse 
Handwerker kennen, vermöchten wir jene Forschungsergebnisse zu all
	        
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