Full text : Die Arbeiterfrage

o
<
jh7.

a  ,  *-Ä
  C  %
a  o  G
M  J  2
P  O  Ui

M.

W3
fl
Jj  M
■o  £
4-  :rt
h  j=<
  O
Ul
6
BQ

33  3

34

21,-25,-




Metallformer ­


leider  keine  Hoffnung  auf  baldige  Besserung ­
  erwecken.  Ich  hasse  innerlich  die
geistesträge,  gedankenlos  zwischen  Arbeit
und  Vergnügen  hinpendelnde  Masse,
welche  nicht  den  Willen  hat,  die  Gaben
der  Natur  Vernunft  und  Verstand  zur  mögT
liehen  Umwandlung  der  Außenwelt  zu  gebrauchen. ­
  Ich  verachte  die  Schwächlinge, ­
  die  als  rücksichtslose  Egoisten
sich  als  selbstlose  Menschenfreunde  be^
trachten  und  ein  wertloses  Phantom  als
fertiges  Ideal  hinstellen,  welches  andere
für  sie  schaffen  sollen,  anstatt  zuerst  selbst
charakterfest  und  selbstbewußt  Wirklichkeit ­
  und  Ideal  zu  vereinen  suchen,  wo
sie  es  zunächst  könnten,  in  Genossenschaft
Und  Familie,  (i.)  [M.  B.]
Ich  bin  mismutig.  (4.  t.)  [M.  S.]
Ihr  Vorhandensein  ist  lebenspendend,  sie
ist  mir  Erholung,  Vergnügen.  Sie  verschafft
  in  mir  die  erforderliche  Wechsel-.
Wirkung  zwischen  physischer  und  geistiger ­
  Betätigung.  Die  Unterfrage  beantworte
ich,  sobald  das  Wort  j,bald“  in  Frage
steht,  mit  einem  glatten  Nein  ...  Nicht
hoffnungslos,  aber  auch  kein  Phantast  bin
ich.  Es  hieße  blind  durch  das  kartellierte
Unternehmertum  geschaffenen  Hindernissen ­
  der  ruhigen  Fortentwicklung  vorübergehen, ­
  es  hieße  die  Macht  der  herrschenden ­
  Klassen  unterschätzen  und  die  Orga-316



Jhr.

34

35

35

36

G  ,  4-J3
  B  “
o  O  G
»XI  .Sä
■53  o  -a
o  o  «-3^
  >
Q

M.

«

32,—

26,-34,-






Werkzeug-




Metallarbeiter ­


Metallarbeiter ­


jiisation  (der  modernen  Arbeiterschaft  zu
hoch  bewerten,  wollte  man  von  baldiger
gründlicher  Verbesserung  der  Verhältnisse
reden.  (2.)  [M.  S.]
Diese  Frage  ist  für  mich  die  beste,  weil  ich
da  mit  dem  ganzen  Herzen  beteiligt  bin,
und  hoffe  ich,  daß  wir  in  nicht  langer  Zeit
erreicht  haben,  was  wir  wollen.  (3.  t.)  [M.S.]
Einen  großen  Einfluß.  Denn  sehen  wir
die  .Orte,  wo  es  keine  gewerkschaftliche
und  politische  Organisation  giebt,  namenb
lieh  die  katholischen  Pfaffennester,  da
kann  man  sehen,  daß  die  Arbeiter  unter
dem  Vieh  stehen.  (3.)  [M.  B.]
Beide  Bewegungen  haben  mich  in  erster
Linie  zum  Menschen  gemacht.  Doch  ist
ihr  Einfluß  jetzt,  da  ich  mich  mit  philosophischen ­
  Dingen  beschäftige,  gering.  Ich
habe  mein  Leben  so  verinnerlicht,  daß
eigentlich  ein  äußeres  Leben  nicht  da  ist.
Alles  Hoffen  bezieht  sich  ja  immer  nur
auf  äußeres  Leben.  Das  Seelenleben  will
erlebt  und  gelebt  sein,  kennt  kein  Hoffen.
,(2-)  [M.S.]
Die  politische  und  Gewerkschaftsbewegung ­
  interessieren  mich  beide.  Doch  bin
ich  hoffnungslos,  da  die  große  Masse,  die
wenigen  denkenden  Genossen  nicht  versteht ­
  und  ich  daran  zweifle,  daß  diese
Masse  jemals  dieselben  verstehen  lernen
wird.  (2.)  [M.  S.]

317
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.