Full text : Die Theorie der Volkswirtschaft

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arbeitet,  von  Haus  zu  Haus,  von  Dorf  zu  Dorf  zieht,  um  Arbeit
zu  erhalten.  In  einigen  Großwirtschaften  mit  Sklaven  oder
Hörigen  arbeitet  der  Handwerker  stets  nur  für  diese  Wirtschaft,
wobei  auch  der  Rohstoff  von  der  Wirtschaft  geliefert  wird.
Das  charakteristische  Merkmal  des  Handwerks  ist  die  Arbeit
des  Handwerkers  für  den  unmittelbaren  Konsumenten,  der  ihm
auch  den  Rohstoff  liefert.  Durch  die  Arbeitsteilung  unter  den
einzelnen  Wirtschaften  hervorgerufen,  fördert  die  Entstehung  des
Handwerks  die  Entwicklung  der  Produktivkräfte  und  vor  allem
den  technischen  Fortschritt  (Herstellung  von  verbesserten  Werkzeugen ­
  des  Handwerkers)  und  eine  zweckmäßigere  Anwendung
der  Arbeit  (Arbeitsgewandtheit  des  Handwerkers).
Es  erhellt  daraus,  daß,  je  zahlreicher  und  mannigfaltiger  die
Erzeugnisse  sind,  die  der  Handwerker  für  die  Naturalwirtschaften ­
  liefert,  diese  sich  um  so  enger  mit  der  Wirtschaft  des
Handwerkers  und  durch  diese  auch  untereinander  verbinden.
Andererseits  ist  der  Handwerker  ganz  auf  seine  Kunden  angewiesen. ­
  Die  Zunahme  der  Handwerkerzahl  ist  daher  gleichbedeutend ­
  mit  der  Zunahme  der  Wirtschaften,  die  nun  nicht  mehr
isoliert  von  den  anderen  Wirtschaften  existieren  können.
Die  Entwicklung  der  Produktivkräfte  führte  somit  zur  Verkettung ­
  der  einzelnen  Wirtschaften  untereinander,  wobei  die  Zahl
dieser  Wirtschaften  um  so  größer  und  ihre  Verbindung  untereinander ­
  um  so  enger  ist,  je  weiter  die  Spezialisierung  der  Arbeit
fortgeschritten  ist.
Die  Zunahme  der  Handwerkerzahl  veranlaßte  diese  schließlich, ­
  für  den  Absatz  zu  produzieren.  Die  Produktion  nicht  für
den  unmittelbaren  Konsumenten,  sondern  für  den  Markt  führt
dann  zur  Ausbildung  der  Stadt-  und  Jahrmärkte.
Wir  werden  hier  nicht  die  geschichtlichen,  sondern  die  wirtschaftlichen ­
  Ursachen  der  Entstehung  der  Städte  untersuchen,
in  denen  sich  die  Handwerkerbevölkerung  allmählich  konzentriert ­
  hatte  und  sich  nicht  auf  die  Produktion  auf  Bestellung  oder
für  den  lokalen  Absatz  unmittelbar  an  die  Kunden  beschränken
konnte,  sondern  schließlich  gezwungen  war,  ihre  Produkte  an
den  Kaufmann  zu  veräußern.  Der  Kaufmann  oder  der  Verleger
            
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