Zum Vergleich müßten wir die Verteilung der Produktivkräfte
im Zeitalter der Natural- oder einfachen Warenwirtschaft heranziehen.
Leider besitzen wir keine genauen Angaben aus dieser
Zeit. Es ist aber bekannt, daß etwa die Hälfte der Arbeitskraft
der Leibeignen von den Gutsherren beansprucht wurde. Wir
nehmen also an, daß von 55 Einheiten (beispielsweise 55 Millionen
Arbeitstagen) 25 auf den Teil kamen, den die Gutsbesitzer erhielten,
und 30 für die Bauern, Handwerker usw. verblieben. Sowohl
die 25 Einheiten (der Teil der Gutsbesitzer) als auch die
übrigen 30 Einheiten (der Bauernanteil) wurden für die Gewinnung
nicht nur von Konsumtions-, sondern auch von Produktionsmitteln
verwendet. Nehmen wir an, daß die Erzeugung von Produktionsmitteln
nur halbsoviel Arbeit beansprucht als die der
Konsumtionsmittel, so erhalten wir folgendes Schema:
Für die Gewinnung von Massenkonsumtionsartikeln bedarf man
20 Einheiten.
Für die Herstellung von Produktionsmitteln, die zur Gewinnung
von Massenkonsumtionsartikeln notwendig sind, 10 Einheiten.
Die Gewinnung von Konsumtionsmitteln für die herrschenden
Klassen erfordern 17 Einheiten, während die dazu notwendigen
Produktionsmittel 8 Arbeitseinheiten brauchen.
Für die herrschenden Klassen werden dabei nicht nur die
dringlichsten Konsumtionsmittel, sondern auch die Luxusgegenstände
hergestellt. Wir haben schon bewiesen, weshalb sie
Luxusgegenstände brauchen müssen. Im Zusammenhang damit
müssen aber auch die Produktionsmittel dieser Gruppe einerseits
zur Herstellung von Konsumtions-, andererseits von Luxusgegenständen
dienen.
Bezeichnen wir den persönlichen Konsum der produktiven
Klasse durch H, den der herrschenden Klasse durch I und die
Produktionsmittel durch HI. Die Menge Arbeitskraft, die die Produktion
der Güter jeder Gruppe erfordert, wird durch arabische
Zahlen angegeben, wobei die erste Reihe den Arbeitsaufwand für
die Herstellung der dringlichst notwendigen Produkte, die zweite