Full text : Die Theorie der Volkswirtschaft

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teilhafter,  den  größten  Teil  der  Erzeugnisse  der  Volkswirtschaft
zu  erhalten.  Vom  Standpunkt  der  Interessen  der  Kapitalisten  ist
es  vorteilhafter,  wenn  sie  selbst  den  größten  Teil  dieser  Erzeugnisse ­
  erhalten.  Welches  Verhältnis  muß  nun  zwischen  den  Teilen,
die  jede  gesellschaftliche  Klasse  erhält,  bestehen,  damit  die  größtmögliche ­
  Entwicklung  der  Produktionskräfte  gewahrt  werde?
Aus  der  Analyse  des  Konsums  der  Kapitalisten  und  der  Arbeiter ­
  ist  ersichtlich,  daß  die  Entwicklung  des  Konsums  der  letzteren
auf  Kosten  der  ersteren  zugleich  die  Entwicklung  der  Produktionskräfte ­
  fördert.  Auf  diese  Weise  gibt  die  Erhöhung  des  Arbeitslohnes ­
  auf  Kosten  des  Konsums  der  Kapitalistenklasse  einen
Anstoß  für  die  weitere  Entwicklung  der  Produktionskräfte.
Da  die  Produktivkräfte  des  Landes  sich  in  dem  Maße  ihres
Wachstums  in  einer  bestimmten  Proportion  zwischen  den  verschiedenen ­
  Industriezweigen,  zwischen  der  Produktion  der  unmittelbaren ­
  Bedarfsartikel  und  der  der  Produktionsmittel  verteilen, ­
  muß  die  Anhäufung  des  Kapitals  begleitet  werden  von
einer  proportionalen  Erweiterung  aller  Zweige  der  Volkswirtschaft. ­
  Es  ist  klar,  daß  sich  die  Produktion  der  unmittelbaren
Bedarfsartikel  mit  der  Anhäufung  des  Kapitals  vermehren  muß,
da  sich  nur  unter  dieser  Bedingung  ein  Markt  für  die  Produktionsmittel ­
  eröffnet  (das  folgt  aus  der  oben  gegebenen  Kritik  der
Tugan-Baranowskischen  Theorie).  Folglich  muß  im  Interesse
einer  größtmöglichen  Entwicklung  der  Produktivkräfte  der  Anteil ­
  der  unmittelbaren  Konsumtionsmittel  proportional  der  Anhäufung ­
  des  Kapitals  steigen.
Oben  zeigten  wir  aber,  daß  sich  die  Bedingungen  für  die  Entwicklung ­
  der  Produktivkräfte  um  so  günstiger  gestalten,  je  größer
der  Teil  der  unmittelbaren  Bedarfsartikel,  der  von  den  Massen,
und  je  kleiner  der  Teil,  der  von  den  Kapitalisten  konsumiert  wird.
Die  größtmögliche  Entwicklung  der  Produktivkräfte  des  Landes, ­
  und  wenn  es  auch  über  ungeheure  Produktionsmittel  verfügt, ­
  ist  bei  der  kapitalistischen  Ordnung  unmöglich.  Der  ungenügende ­
  Konsum  der  erzeugten  Produkte  durch  die  Arbeiterklasse ­
  wird  in  einem  fort  zu  den  periodischen  Krisen  führen,  die
alle  kapitalistischen  Länder  durchleben.  Demnach  ist  der  Kampf
            
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