Die Abkürzungen „9
nicht zu entziehen. Für die bibliographischen und enzyklopädischen
Werke, die möglichste Reichhaltigkeit und
Übersichtlichkeit mit größter Raumersparnis anstreben, ist
die Ausnahme berechtigt.
Es ist erfreulich, daß von verschiedenen Seiten gegen die herrschende
Sigel-Mode entschiedener Einspruch erhoben wird, Karl Krumbacher
bemerkt darüber: „Die beliebte Darstellung der Zeitschriftentitel
durch ein einer chemischen Form gleichendes Initialaggregat scheint
doch allmählich wieder aufgegeben zu werden. In der Byz. Zeitschr.
und im Archiv f. Papyrusforsch. zB. werden die Zeitschriften in der
Regel s bezeichnet, daß man sie auf den ersten Blick identifizieren
kann. D s sollte allgemein durchgeführt werden; eine Ausnahme mag
allenfalls bei den rein bibliographischen Werken gemacht werden, wenn
jedem Bande oder Hefte eine Liste der gebrauchten Abkürzungen beigegeben
wird...“ (Miszellen zu Romanos 134 Anm. 2). Ähnlich äußern
sich 0. Stählin, Editionstechnik 420 f; P. Pape, Theol. Litztg. 33
(1908) 177.
5. Bei der Formulierung der Abkürzungen verwende
man nicht mehrdeutige Zeichen, die notwendig
Verwirrung anstiften, und denke nicht „bloß an seine
nächste wissenschaftliche Umgebung und seine eigene Zeil“,
sondern auch an „fernliegende und ältere Organe und an
kommende Möglichkeiten“.
K. Krumbacher (aa0.) warnt mit den letzteren Worlen vor
einem „besonders häufigen Fehler bei der Formulierung von Abkürzungen“
und weist auf das Sigel BZ als Beispiel einer doppelsinnigen
Buchstabenformel hin: viele Autoren gebrauchten und gebrauchen es
für „Byzantinische Zeitschrift“ ; bei der Gründung der „Biblischen Zeitschrift“
wurde es aber auch für diese angewendet, „ohne Rücksicht
auf die ältere ‚Schutzmarke‘“,
6. Bei den gebräuchlichen Siglen, besonders auch in
der Bezeichnung von Handschriften im Apparatus eriticus,
sollen die einzelnen Teile nicht durch Punkte
oder andere Unterscheidungszeichen getrennt werden.
Auch am Schluß des Sigels ist ein Punkt überflüssig, obwohl
er häufig gesetzt wird, Man schreibe also nicht: Z.
D. M. 6. und nicht Z D M G., sondern einfach: ZDMG
für : Zeitschrift der deutschen morgenländischen Gesellschaft.
7. Über alle Abkürzungen, die man bei der Arbeit
verwendet, soweit es -sich nicht um ganz selbstverständ-ON
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